Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

GESTALTE(N) Ausgabe 148

Kastenfenster DurchZusammenfassenderbeidenRahmendesDoppelfenstersentstand ein geschlossener „Kasten“ und ein neuer Bauteil – das Kastenfenster. Zunächst gingen die Außenflügel des Kastenfensters nach außen auf. Das war aber unpraktisch beim Putzen. Dies und der Wunsch nach einem verbesserten Wetterschutz führte zur Entwicklung einer Konstruktion mit nach innen aufgehenden Flügeln. Fenstergitter als Schutz vor Einbruch Im Mittelalter wurden Fensteröffnungen mit einfachen, wehrha wirkenden Gittern aus dicken Eisenstäben versehen. Ab dem 16. Jahr- hundert wurde neben der Schutzfunktion das schöne Aussehen von Fenstergittern und -körben immer wichtiger. Fensterkörbe sind vorgesetzte Gitter die ein Hinauslehnen und damit auch den Blick entlang der Hausmauer ermöglichen. Anfangs waren sie meist geradlinig, im 17. Jahrhunderts wurden nach unten ausgebauchte Formen mit aufwändig und kunstvoll gestaltetem Schmiedeeisendekor gebräuchlich. Die Stäbe wurden im Laufe der Zeit immer dünner, die Verzierung entsprach dem Geschmack der jeweiligen Epoche. Wie ihr seht, wurde aus der ursprünglichen Lichtöffnung über die Jahrhunderte ein durch- dachter Bauteil, der viele wichtige Aufgaben erfüllen muss. Außerdem gehören Fenster zu einem der wichtigsten Merkmalen eines Haus, weil sie das Gesamtbild nämlich wesentlich mitbestimmen. Darum ist es sehr wichtig, dass sie erhalten bleiben. Die Augen eines Hauses... ...werden Fenster o auch genannt, und tatsächlich sähe ein Haus ohne Fenster irgendwie unvollständig und gesichtslos aus. Der eigentliche Zweck dieser Öffnungen ist aber unabhängig von ihrer Ausführung möglichst viel Tageslicht in das Gebäude zu bringen, daran hat sich bis heute nichts geändert. Die erste große Errungenschaft Glasscheiben in den Fenstern waren früher keine Selbstverständlichkeit. Bis weit ins Mittelalter hinein verschloss man die Lichtöffnungen der Gebäude mit Tierhäuten, Tierblasen, Leinwand und Papier oder mit hölzernen Läden. Erst ab dem 13. Jahrhundert wurden in die Wohn- häuser von wohlhabenden Bürgern nach und nach Fensterrahmen mit Butzenscheiben eingebaut. Das sind kleine runde oder rautenförmige mundgeblasene Gläser, die mit Stegen aus Blei zu großen Glasflächen verbunden werden. Einfach- und Doppelfenster Diese Bauweise wurde bis ins 18. Jahrhundert verwendet. Zum Schutz vor Regen, Schnee und Kälte war man aber stets bestrebt die Fenster- konstruktionen zu verbessern. So wurden in der kalten Jahreszeit so genannte Winterfenster als zweite Ebene außen vor die eigentlichen Fenster gesetzt. Dadurch entstand eine wärmedämmende Luschicht zwischen den Scheiben. Im Sommer wurden diese Flügel gegen schattenspendende Fensterläden ausgetauscht. Später, in der Barockzeit (von ca. 1575 bis 1770), wurden die Winterfenster dann dauerha montiert und so entstanden Fenster mit zwei hintereinander angeordneten Flügeln, das so genannte Doppelfenster. DAS FENSTER VOM LOCH IN DER WAND ZUM BAUTEIL Erweitere dein Wissen! Photos:Archiv ORTSBILDKIDS! Erweitere dein Wissen! GESTALTE(N)20 *

Seitenübersicht