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GESTALTE(N) Ausgabe 148

GESTALTE(N) 25 n den eng verbauten Ortsverbänden früh- erer Zeiten mit ihren schmalen und langen Bauparzellen entstanden die so genannten Haken- und Streckhofformen. Auch der ehemalige „Gasthof zur Weintraube“ im Piestingtal gehört zu dieser Gattung und ist außerdem der Letzte seiner Art in Pernitz. Ursprünglich ein Bauernhaus, wurde der Hof über ein Jahrhundert lang als Gaststätte bewirtschaet. DasAufundAbderZeitenhin- terließ am Gebäude zahlreiche Spuren und Schrammen und so kam es, dass der einst statt- licheHofnachundnachimmerdesolaterwurde. Vom Wunsch zum konkreten Ziel „Neue Besen kehren gut“ heißt es, und so brachte ein Besitzerwechsel im Jahr 2009 u.a. viele gute Ideen wie man das alte Gebäude wieder mit Leben erfüllen könne. Ing. Erich Panzenböck ist vom Fach, hegte aber insge- heim schon lange den Wunsch einen Gastro- nomiebetrieb zu leiten. Mit seinem Café Mosa hat er sich einen Traum verwirklicht und dazu ein Baujuwel vor dem endgültigen Verfall gerettet. Café Mosa ist übrigens eine Hommage an Hans Moser einem der früheren Besitzer, damals bürgerte sich bei den Pernitzern ein zu sagen „Gehn ma zum Mosa“, wenn sie den Gasthof meinten. Bevor das Lokal 2013 seinen Betrieb aufnehmen konnte, galt es aber noch jede Menge zu tun. Neuübernahme und Sanierung „Als wir das Haus kauen, war es eigentlich eine Ruine“ erzählt der Bauherr. „Die Grund- mauern waren durchfeuchtet und Teile des Da- ches kaputt. Außerdem hatten die verschiedenen Pächter und Nutzer bauliche Veränderungen nach ihren jeweiligen Vorstellungen vornehmen lassen, die nun rückgängig gemacht werden mussten. Wir wollten ja den Hof in einer mög- lichst ursprünglichen Form wiederherstellen!“ Wichtige Schützenhilfe bei diesem Vorhaben gaben die beiden Architekten DI Peter Übers- berger und Othmar Krupa. Zu den architektonischen Besonderheiten der Hakenhöfe zählt die hofseitig gelegene Längslaube, die sogenannte „Trettn“, die o an Arkadenhöfe von Schlössern oder Kloster- I 1 baulicher Zustand vor der Sanierung 2 trotz Stilllegung des Kamins blieb der Kaminkopf ➋ als prägendes Gebäudedetail erhalten 3 eine leichte Rampe sorgt für einen schwellenfreien Zugang 1 2 3 23

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