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GESTALTE(N) Ausgabe 149

Die heutige Bedeutung Grüne Straßen haben auch in modernen Zeiten eine Menge Vorteile: Sie schlucken Verkehrslärm und filtern Autoabgase, sie spenden Schatten und bieten vielen Tierarten ein Zuhause. Schon allein ihr Anblick weckt gute Laune und sorgt für entspanntes Reisen. Wegen ihrer uralten Baumreihen gelten bestehende Alleen in vielen Landschaen als Kulturgut und werden mit Liebe gehegt und gepflegt. Österreich weist übrigens mit der Hellbrunner Allee in Salzburg die älteste europäische Allee mit insgesamt 589 Bäumen auf. Viele der Baumriesen in den Alleen dienen als „Insektenhotel“ und sind mit ihren hohlen Stämmen für den Artenschutz von größter Bedeutung. Sind manche Bäume dennoch nicht mehr zu halten, weil sie morsch sind und somit ein Sicherheitsrisiko, sollten sie durch Neupflanzungen ersetzt werden. Alleen gegen Hitzeinseln Besonders in den dicht bebauten Gebieten ist es bei einer Hitzewelle noch heißer und drückender als in der offenen Landscha. Asphalt, Beton und Dächer bewirken, dass die Temperaturen im direkten Umfeld noch weiter steigen. Es entstehen städtische Hitzeinseln. Alleen, Parks und begrünte Gebäude können den Effekt des lokalen Aueizens deutlich verringern. Was wir heute als Allee bezeichnen, gab es schon an vielen Straßen im antiken Griechenland und Asien. Als weit sichtbare Wegmarkierung waren sie wichtige Orientierungshilfen und zugleich ein guter Schutz vor Verwitterung der damals meist unbefestigten Straßen. Der Name „Allée“ (Gang) ist aus dem Französischen und leitet sich von „aller“ – das bedeutet „gehen“ – ab. Denn ursprünglich waren die vom Blätterdach geschützten Straßen vor allem für Soldaten, Boten und reisende Staatsdiener vorgesehen, die o viele Kilometer am Tag gehen mussten. Daher waren die Straßen möglichst geradlinig angelegt, so dass man wichtige Städte und Ziele auch zu Fuß schnell erreichen konnte. In Kriegszeiten steigerten die Alleen die Marschleistung der Armeen und förderten die Ausdauer der Pferde. Einfache Leute reisten hingegen selten und bevorzugten für ihre alltäglichen Wege, etwa zum Markt oder sonntags zum Kirchgang, die altgedienten Pfade ihrer Umgebung. Vielfacher Nutzen Später erfüllten die Alleen neben ihrer Funktion als Straßensicherung und Witterungsschutz auch wirtschaliche Aufgaben. Die Bäume lieferten der ländlichen Bevölkerung Nutz- und Brennholz, Früchte, Tierfutter, Honig und Heilmittel. Beispielsweise wurden Lindenbäume nebenher omals zum Schneiteln genutzt, d.h. ihre Zweige wurden zurückgeschnitten, um sie als Futter und Stalleinstreu zu nutzen. Auch Rotbuchen, Eichen, Platanen oder Kastanien und einige Obstbaum- sorten (Apfel, Kirsche) sind typische Alleebäume. DIE ALLEE NATURDENKMAL UND ZEITLOSER SCHATTENSPENDER Erweitere dein Wissen! Photos:Archiv,Creevy ORTSBILDKIDS! Erweitere dein Wissen! 14 GESTALTE(N) * Gepflanzte Baumreihen an Straßen und Plätzen

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