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GESTALTE(N) Ausgabe 149

30 GESTALTE(N) Bauherr: Gertraud und Helge Klemm Planung: Architektur Baumanagement BM Robert Pratter * BM Robert Pratter, Gertraud und Helge Klemm Photos:HeinzSchmölzer.ORF boden im Wohnbereich vorsorglich abschram- men, bevor die Kinder das tun. Den Niveau- unterschied zwischen dem aufgesockeltem Altbau und dem auf Gartenniveau liegenden Zubau löst er mit einer ziegelbelegten und organisch geneigten Bodenrampe. AllePlanungen erfolgten sehr einvernehmlich, über Unwägbarkeiten, die während des Um- baus auraten, wurde gemeinsam beraten. Ort der Kindheit So ist ein sehr persönliches, durchaus eigen- williges Wohn- und Arbeitshaus in vertrauter Umgebung entstanden – der Hausherr ver- brachte in der Gegend seine Kindheit, die an- schließende Spielstraße gehört für die Klemms zu den Vorzügen der Infrastruktur. „My Home is my Castle“ – selten gilt dieses Sprichwort so wie hier, wo man sofort spürt, eine eigene Welt zu betreten. befinden sich im straßenseitigen Bereich des Anwesens. Besonders überzeugend sind die spannenden Blickachsen, die dem Besucher überall im Haus begegnen, die immer einen kleinen Einblick in den nächsten Raum freigeben. Das Haus wirkt dadurch offen, luig, interessant. Wo es durch die geschlossene Bebauungsweise keine Fenster gibt, hat man mit großzügigen Oberlichten die Sonne hereingeholt, die auf diese Weise auch einiges zur Wärmebilanz des Hauses beiträgt. Den Gegenpol bildet ein herr- lich kühles altes Kellergewölbe, in dem eines Tages die Vinothek eingerichtet werden soll. Revitalisierung mit viel persönlicher Note Baumeister Robert Pratter konnte bei dem Umbau vieles von der Altsubstanz erhalten, aerdings auf durchaus humorvolle Weise in Szene gesetzt. So legte er ehemals verputztes Bogenmauerwerk frei, oder ließ den Holz- 1 die alte Veranda wurde als unbeheiztes Vorhaus beibehalten 2 durch den Dachausbau und dem eingeschossigen Zubau konnte die Wohnfläche mehr als verdoppelt werden 3 die Glasoberlichte versorgt den dahinter liegenden Gang mit Tageslicht 4 die ziegelbelegte und organisch geneigte Bodenrampe wird zur Spielfläche für die Kleinkinder 5 die kühle Stahlbetonstiege wird mittels Kronleuchter beleuchtet 6 das ehemalige Winzerhaus verfügt noch über einen alten Weinkeller 7 Sichtbetonoberflächen in der gemütlichen Wohnessküche 1 2

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