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GESTALTE(N) Ausgabe 149

42 GESTALTE(N) spitzengefühl beweisen. Es gibt Raum zum Verkosten, zum Verwalten, zum Kaufen und zumgenussvollenZusammensein.Dannwerden Küche und Wohnraum der Familie zum Wirtshaus. Das Wohnhaus ist Weingut und das Weingut wird zum gläsernen Gourmet- tempel für seine Gäste. Geschmack kann man sich nicht kaufen …aber planen. 3 Jahren Planung folgen 2 Jahre Umsetzung. Danach wirkt alles plötzlich so, als wäre es schon immer so gewesen und als müsste es so sein – nicht gewollt und er- zwungen, sondern einfach passend. Natürliche Materialien im Innenraum verbinden sich nahtlos mit dem Innenhof und dem Garten. Das einzig trennende Element – ein fast raum- hohes Regal aus Eichenholz. Es trennt den Ess- vom Wohnbereich und ist so klug gestaltet, dass es niemals vollkommen „zugerammelt“ werden kann. Und der Wein ist immer präsent. Westseitig dienen Weinreben dem Zubau als natürliche Klimaanlage und Beschattung. Die Reben gehen über in das begrünte Dach des Pavillons, das auf zwei hölzern wirkenden Wandflächen aus Sichtbeton aufliegt. Zeit zum sein Heute ist für Heidi und Christoph Bauer Zeit zum Sein und beobachten, wie sich ihr Traum im Alltag anfühlt – wie die Patina, die sich über alles legt die Steinpflasterung des Innen- hofs komplett macht. Seit 1950, seit dem das Haus im Besitz der Familie ist, ist viel passiert. Und wie Christoph Bauer sagt „je älter die Reben, desto besser der Wein“. So bringen Sanierung und Zubau die Wurzeln der Familie zum Vorschein und bauen darauf zeitgemäße Architektur. Gut, dass das Winzerehepaar diese Idylle großzügig mit uns teilt. Bauherr: Heidi und Christoph Bauer Planung: ah3 architekten zt gmbh und Andi Breuss * Heidi und Christoph Bauer Photos:HeinzSchmölzer,AstridBartl 1 2 3

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