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GESTALTE(N) Ausgabe 150

11GESTALTE(N) er hölzerne Dachstuhl dämp das mechanische Klirren, das dem Rotieren der Trommel entspringt, während das altmodisch anmutende Gerät unermüdlich die KörnerentsprechendihrerGrößeaussortiert.Bis einKornamDachbodenderHyppolzmühlean- gekommenist,hatesbereitseineweitverzweigte ReisedurchdasmehrgeschoßigehistorischeGe- bäude hinter und hat noch einen längeren Weg vor sich, um das Haus über eine Luke in gemahl- enem Zustand als Teil eines größeren Ganzen in einem Mehlsack verlassen zu können. Den Geist einer Vergangenheit atmen Bei einem Besuch in der Hyppolzmühle bei Groß Gerungs erfährt man nicht nur, welche Rolle in der Produktion die Becheraufzüge, Transportschnecken,derAspirateur,derTrieur, die Reserven, die Putzmaschine, die Mühl- räder, Walzenstühle, Plansichten und die Ab- füllstellen einnehmen, sondern man kann auch den Geist einer Vergangenheit atmen, die im Mittelalter ihren Ausgang nimmt. Die Familienüberlieferung datiert den Ursprung desHausesaufdenBeginndes12.Jahrhunderts: einhergehend mit einer Klostergründung, denndasBetreibeneinerMühlewarinfrüheren Jahrhunderten dem Adel bzw. dem Klerus vor- behalten. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1382. Zur Mühle, deren alte Wehr- anlage bis ins Heute überdauert hat, gehörten neben dem Wohnhaus und den Stallungen auch eine Walkerei, ein Sägewerk und eine Schmiede,ein„GewerbeparkdesMittelalters“,wie die heutigen Besitzer, Katharina und Richard Fritze strahlend anmerken. > D

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