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GESTALTE(N) Ausgabe 150

1983fasstederPfarrgemeinderatderPfarreHernals-Kalvarienbergkirche den Entschluss ein Grundstück im 17.Wiener Gemeindebezirk für ein Gemeinschashaus zur Verfügung zu stellen. 1985 wurde ein erster InformationsabendzumProjekt„IntegrativesWohnenalssozialesDienst- angebot“organisiert,1986dergemeinnützigeVereinB.R.O.T.gegründet, und 1990 begann die schrittweise Besiedlung des Hauses. In diesem Jahr, 2015, feiert das Gemeinschasprojekt B.R.O.T. Hernals sein 25 jähriges Bestehen.EinweiteresGemeinschasprojektist2006inWien-Kalksburg entstanden, das dritte Haus B.R.O.T. Aspern wurde 2014 besiedelt. Das nunmehr jüngste Projekt in Pressbaum ist mit Fertigstellungs- termin 2017 geplant. Die Gemeinschaswohnprojekte sind von der Idee getragen, ein genera- tionenübergreifendes Netzwerk von Familien, Paaren oder Singles zu fördern. Auf der Basis christlich-sozialer Wertvorstellungen möchten die engagierten Bewohnerinnen und Bewohner ihre Vorstellungen gemein- schalichen Zusammenwohnens und sozialer Verantwortung gegenüber der Gemeinscha umsetzen. Dazu zählt unter anderem das Angebot sozial-karitativer und -pädagogischer Dienste. Es wird zum Beispiel „Gästen“ – Familien oder Einzelpersonen – vorübergehend die Möglich- keit des Mitwohnens und Lebens in der Gemeinscha geboten, oder es sind sozialpädagogisch betreute Wohngemeinschaen in die Projekte integriert. TEIL8: INTEGRATIVES WOHNEN „B.R.O.T.“ – GEMEINSCHAFT ALS BEGEGNUNG Die Buchstaben B.R.O.T. stehen für Beten / Begegnen – Reden – Offensein – Teilen. Unter diesem Motto entstanden in den vergangenen 30 Jahren drei gemeinschaftlich organisierte Wohnprojekte in Wien, ein viertes ist nun in Niederösterreich, in Pressbaum, in Planung. Die Grundidee gemeinschaftlichen Wohnens ist ein Lösungsansatz gegen die einsetzende Tendenz zur gesellschaftlichen Entsolidarisierung und der Reduktion von Haushalten auf Kernfamilien, Paare oder Einzelhaushalte. WOHNEN UND (IN) GEMEINSCHAFT von Edeltraud Haselsteiner F A C H A R T I K E L In den Statuten des Vereins heißt es dazu weiter: „Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt seinen Mitgliedern und anderen Menschen zu helfen zum Frieden, zur Freiheit und zum vollen Menschsein zu gelangen. Diese Vision wird sich erfüllen, wenn im alltäglichen Leben Freude und Trauer, Erfolg und Enttäuschung, Glück und Leid geteilt werden, und die Gemeinscha Geduld und Vertrauen, Offenheit und Wahrhaigkeit, Vergebung und Versöhnung sowie Solidarität und Toleranz lebt. Der Vereinszweck kann in der Ausge- wogenheit von Arbeit und Kontemplation, Engagement und Besinnung, Eigenständigkeit der einzelnen Person und Verbindlichkeit gegenüber der Gemeinscha verwirklicht werden.“ In den Projekten sind Räume für Stille, Meditation und Gebet vor- handen, die nicht im ausschließlich traditionell christlichen Sinn verstanden werden, sondern für Kontemplation und spirituelle Praxis den Mitgliedern aller Religionen und Weltanschauungen offen stehen. B.R.O.T. Pressbaum Das neueste Gemeinschaswohnprojekt in Pressbaum befindet sich gerade in der Planungsphase. Die zukünigen Bewohnerinnen und Bewohner haben dazu einen Verein gegründet, der rechtlich als Bauherr und Besitzer auritt. Die Planung der insgesamt 22 Wohneinheiten und Gemeinschasräume wurde dem Architekturbüro nonconform über- tragenunddurchgehtgeradediePhasederEinreichung.AufdemGrund- stück von rund 14.000m2 Baugrund sollen 3000m2 Wohn- und Gemein- GESTALTE(N)54

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