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Niederösterreich GESTALTE(N)

ausgeführt. Eine Lüungsanlage mit Wärme- rückgewinnung versorgt die Klassenräume, den Turnraum sowie den Mehrzweckraum mit Frischlu, das verringert den Energie- bedarf. Geheizt wird mit einem Pelletskessel, über eine Kombination aus Fußbodenheizung und heizkörper wird die Wärme verteilt. Zum teilweise aus dem Felsen herausgeschla- genen Technikraum gibt es eine mobile Schottwand, die bei hochwasser die heizung sowie andere Technikgeräte schützt. Direktorin Edith Weidum abschließend: „Für mich ist es wichtig, dass sich alle in der Schule wohlfühlen, denn nur an einem Ort, an dem man sich wohlfühlt, kann gut und motiviert gearbeitet werden.Wir alle sind sehr froh, dass nun auch die Rahmenbedingungen dafür ge- schaffen wurden und unsere Schule ein echtes Schmuckstück geworden ist.“ 28 GESTALTE(N) * BAUHERR Marktgemeinde Marbach an der Donau ENTWURF / PLANUNG Bauer-Brandhofer Architekten sollte die Schule auch einen multifunktionalen Raum im Erdgeschoß erhalten, der von außen zugänglich ist und bei Gelegenheit einen Ort für Feste und Veranstaltungen bietet. Das Gute liegt so nah Eine Erweiterung auf dem benachbarten und auch verfügbaren Grundstück stellte sich als sinnvollste Lösung dar, um einerseits den Platzmangel zu beheben und andererseits die Funktionsbereiche neu zu organisieren. Außerdem ließen sich mit diesem Konzept auch die Vorgaben des Denkmalschutzes sehr gut erfüllen. Auf dem knapp 10m breiten und 20m langen Streifen wurde ein dreigeschoßiger Neubau errichtet, der auf jeder Etage barriere- frei an das hauptgebäude angeschlossen ist. Der harmonische Übergang zwischen alten und neuen Gebäudeteilen zählt sicherlich zu den architektonisch anspruchsvollen Aufgaben und wurde hier meisterha durch einen bau- werkshohen verglasten Luraum gelöst. Es entstand eine transparente Fuge, die durch- gängig den Blick auf die Donau freigibt und im Erdgeschoß in den neuen Mehrzweck- raum mündet. In diesem Bereich befindet sich auch der Eingang zur Musikschule. Gleichsam schwebend, wurden darüber die beiden Obergeschoße angeordnet. Im ersten Stock sind der neue Gymnastiksaal, der Turngeräteraum sowie die Garderoben und Waschräumen untergebracht. Im zweiten Obergeschoß, das sich nach außen mit seiner patinierten Zinkblechverkleidung als klarer Kubus präsentiert, sind der Werkraum und die Musikschule untergebracht. Vorbildliche Bestandserhaltung Die Renovierung des bestehenden Gebäudes fand in Zusammenarbeit mit dem Bundes- denkmalamt statt. Dabei wurde auch das ursprüngliche Farbkonzept von Clemens holzmeister wieder aufgegriffen. Die Klassen erhielten neu Eichenparkette und alle Putze wurden mit naturhydraulischen Materialien hergestellt. Wegen der hochwassergefahr wurde die Fußbodenkonstruktion im Erdge- schoß diffusionsoffen und ohne Feuchtig- keitsabdichtung ausgeführt. Im Erdgeschoß des alten Schulgebäudes wurde eine Zentral- garderobe eingerichtet und im seitlichen, früher ungenutzten Bereich fand die Tages- betreuungsstätte ihren Platz. Für eine ruhige Lernatmosphäre wurden akustisch wirksame Deckenverkleidungen in den Klassenräumen angebracht und durch farblich passende schalldämmende Wandelemente ergänzt. Baubiologie und Energieeffizienz Besonders beim Erweiterungsbau wurde hohes Augenmerk auf die Verwendung ökologischer Baustoffe gelegt und die massiven Außen- wände mit hanfdämmplatten verkleidet. Das Obergeschoß ist zur Gänze in holzbauweise Photos: Andreas Buchberger, Heinz Schmölzer 1 2

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