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Niederösterreich GESTALTE(N)

44 GESTALTE(N) * BAUHERR Gemeinnützige Wohn- und Siedlungs- gesellschaft Schönere Zukunft Ges.m.b.H. ENTWURF / PLANUNG Mang Architekten Photos: Heinz Schmölzer, Andreas Buchberger, Simon Bauer Großzügigkeit spürt man bereits im Ein- gangsbereich und Stiegenhaus. Sie setzt sich in jeder Wohneinheit durch Details, wie ein bis zur Decke reichendes holzportal, fort. Eine kompakte Sache Von außen präsentiert sich das haus als kompakter Baukörper mit einer kreativen, holzigen hülle – Gärten zu ebener Erde und große Loggien im Obergeschoss. Diese sind ausgestattet mit einem Stauraum aus holz und sorgen so für Diskretion zwischen den Wohneinheiten. Darüber hinaus ist die glatte Gestaltung der hülle energetisch optimal im Sinne eines Niedrigenergiehauses ausgeführt. Innen wird die Verbindung von Funktion und Qualität in vielen Bereichen sichtbar. Das Stiegenhaus wird durch die Schaffung von Ga- lerien und Nischen zu einem qualitativen Raum. Dort tri man sich und hat Platz für Gespräche und auch zum Abstellen von Kinderwägen oder Gehbehelfen. Die verwen- deten Materialien sind zeitgemäß und erdig. Am Boden vermittelt dunkles Feinsteinzeug durchgängig einen wertigen Charakter. und die Mischung von sandgestrahltem Sicht- beton und holz setzt dies konsequent fort. 1 gemütliches Ambiente, anstatt klinischer Atmosphäre im Seniorentageszentrum 2 das elegante Stiegenhaus als Begegnungs- und Kommunikationsfläche 3 Josef Lammerhuber, Altpfarrer und Bewohner, fährt täglich mit dem Rad bequem bis vor seine Wohnungseingangstür 4 in den Hochbeeten wird fleißig „gegartelt“ 5 einladende Transparenz im Eingangsfoyer 6 die betreuten Wohnungen werden von den Bewohnern nach ihren Vorlieben gestaltet 7 für Einladungen und interne Ankündigungen gibt es eine schwarze Tafel 1 2 Auf Wunsch – Gemeinschaft Die Wertschätzung des Menschen zeigt sich im Generationenhaus vor allem auch in der wohl überlegten Gestaltung der privaten und öffentlichen Bereiche. Gemeinscha ist möglich, aber nicht zwingend durch das Ge- bäude vorgegeben, das über zwei Eingänge betreten werden kann. Ein hohes holzportal gibt Einlass in den Gemeinschasraum. unter dem Motto „Gemeinscha erleben und abends zu hause sein“ kann in familiärer Atmosphäre Zeit ver- bracht werden. Die gemeinsamen Aktivitäten reichen vom Sammeln alten Wissens, hand- werken bis hin zum gemeinsamen Kochen der Vor- und Nachspeise für das Mittagessen. Ein klares Bekenntnis Die Marktgemeinde St. Georgen am Ybbs- felde und das Mang Architektenteam, geben mit diesem Vorzeigeprojekt der sozialen Dorferneuerung, ein klares Bekenntnis zu Qualität ab. Die optische Nachhaltigkeit ist sichtbar – durch die verwendeten Materialen, das Wohnkonzept und nicht zuletzt durch die Begeisterung der Menschen, die generationen- übergreifend darin leben. „Ein Generationen- haus würde nur schwer gelingen, wenn es keine PersonengibtdieBrückenzwischendenMenschen bauen,mitVerständnisfürdasAlterundeinerseits für die Jugend“ so Karin Ebner. 12

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