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Noe_Ausgabe_152_neu2

29 GESTALTE(N) 4 ie Möglichkeiten eines Hauses zu er- kennen, ist vielleicht die folgenreichste Leistung eines Bauherrn. In Badens Stadtkern stand ein Haus vier Jahre lang leer. Zuletzt hatten hochbetagte Leute darin ge- wohnt und ein textilgeschä betrieben. Nach und nach hatten sie den Wohnbereich ausge- baut – mehr schlecht als recht. Die beiden waren teil einer langen Besitzerreihe, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Dementsprechend besteht das Haus aus teilen verschiedenen Alters, hier finden sich Reste aus Renaissance, BarockundspäterenZeiten,letzteÄnderungen stammen aus dem 20. Jahrhundert. Ein Baujuwel in bester Nachbarschaft Die wechselvolle Geschichte trennte dieses Haus schon im 16. Jahrhundert vom Nachbar- haus ab, das später einmal Beethoven als Wohnhaus dienen sollte. Auf der anderen Seite wurde im 19. Jahrhundert ein Haus abgetragen, um Platz für das neue Rathaus zu schaffen. Dabei wurde auch hier wieder etwas an der Substanz verändert. So viel zur Vorgeschichte des Hauses Rathausgasse Nr. 8, das von seinem neuen Besitzer Friedrich Neubauer im besten Sinne revitalisiert wurde. Parallel dazu renovierte die Stadt Baden das benachbarte Beethovenhaus, in dem sich ein Museum befindet. „Das ist auch außen ein sehr schönes Ensemble geworden“, meint Friedrich Neubauer, der neue Besitzer. Betonte Rückkehr zum Wesentlichen Er hat dieses Haus im Herbst 2012 gekau. Im Frühjahr 2013 wurde mit der Erforschung der Bausubstanz begonnen und ein Sanierungs- konzept entwickelt. Die Umbauzeit betrug etwas mehr als ein Jahr. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: In starker Rückbe- sinnung auf die ursprüngliche Anlage und Nutzungsweise wurden die früheren Grund- schnitte im Obergeschoss wiederhergestellt. Die veralteten, weder beachtenswerten noch zukunstauglichen Installationen hat man erneuert. Manches wurde vom Bundesdenk- malamt nicht genehmigt, etwa der Ausbau des Dachstuhls sowie der Einbau eines Lis. Es war schnell klar, dass das Haus viele Umbauten hinter sich hat. Dabei wurde das Niveau im Erdgeschoss stark verändert. Dort wurde ein überwölbter Raum erhalten, der vielleicht schon früher als Geschäsraum gedient hat – so ist es auch heute noch. > D

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