Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Noe_Ausgabe_152_neu2

GESTALTE(N) 54 Mitten im Leben „Hier war immer schon Leben und das soll auch so bleiben“, sagt Veronika Nutz, die glücklich ist über die gelungene Sanierung. 2014 erwerben sie den Bahnhof und setzen die Planung, die sie schon lange im Herzen tragen, zügig um. Ihre Vision ist es, diesem Ort der Begegnung wieder neues Leben einzuhauchen, damit wieder Geschichten erzählt werden können. Geschichten über das Kommen und Gehen, über Wiedersehens- freude und den Kuss zum Abschied. Da Wissen und Können im Haus sind, wird vieles selber gemacht. „Wir wollten unbedingt den ursprünglichen Charakter des Bahnhofs beibehalten oder wiederherstellen.“ Die alten türstöcke werden gewissenhaft saniert. Ebenso die Kastenfenster, die nach außen ihre Optik behalten und innen mit einer doppelten Verglasung Behaglichkeit erzeugen. Der Fichtenholzboden wird auf Polster- hölzern und 14 cm umweltfreundliche Hanf- dämmung verlegt. Auch an den Wänden ist „Natur“ – die Kalziumsilikatplatten lassen die alten Mauern atmen und der kunstvolle Anstrich erfreut das Auge der Gäste. Ötscherbär und Himmelsbahn Die Namen der alten und neuen triebwagen der Mariazellerbahn stehen Pate für die Appartements. Auch die Ausstattung ist ange- lehnt an die Zeit des Baus der Mariazellerbahn. Veronika Nutz mischt Jahrhundertwende- möbel mit modernen Details. Die Farben der Garnituren, die sich in den Räumen wieder- finden, oder die alten Drehkippschalter zeigen, mit wie viel Liebe zum Detail die neuen Besitzer ihr Herzensprojekt umsetzen. Wichtig ist ihnen auch, ein ökologisches Statement ab- zugeben. Eine Anreise ohne Auto zählt dazu. Alles ist familienfreundlich und barrierefrei eingerichtet und Barrierefreiheit endet nicht bei der Wohnungstüre, sondern geht im Außenbereich, am Bahnsteig und in der Mariazellerbahn weiter. Mitten im Naturpark Wären nicht der Stausee und der Naturpark Ötscher-tormäuer direkt vor der Nase, könnte man auch schon im Garten des Bahnhofs glücklich sein. Die Gestaltung des Außenbe- reichs ist sehr gut durchdacht. Jedes Appar- tement hat einen eigenen Essplatz mit Feuerstelle. Gemeinsam können Kräuter und Gemüsegarten genutzt werden. Die touristische Nutzung des Bahnhofs ist nicht nur für Nostalgie-Fans ein Gewinn, sondern für die gesamte Region, die sehr gut vernetzt ist und viele Ideen für Bahnhöfe hat. Unsere nächste Ausgabe stellt den „süßen“ Bahnhof in Sankt Aegyd am Neuwalde vor. Die Pralinen der Bahnhofsbackstube sind als Betthupferl den Gästen von Familie Nutz bereits bekannt. * Photos: Familie Nutz

Seitenübersicht