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GESTALTE(N) Ausgabe 153

25 GESTALTE(N) m ehemaligen Hintaus der Ortscha, wo dieschlichten,gleichförmigenStadelnstehen, wurde ein Wohntraum verwirklicht, der zitiert, aber nicht nachahmt – und der dabei deutlich macht, dass sich die Bauherren bei ihren Planungen sehr viel gedacht haben. Satteldach wie ein Stadel Bodenständig, natürlich, schlicht, aber trotz- dem modern sollte das zukünige Eigenheim sein. Durch das Gestaltungsvorbild des Stadels kam man zu ähnlichen Proportionen, einem um 42° geneigten Satteldach, reduzierte Bau- form und viel Holz. Im Inneren versuchte man, mit möglichst wenigen verschiedenen Mate- rialien zu arbeiten. Alle Gestaltungselemente wie Treppe, Fester und Türen wurden schlicht und zweckmäßig gehalten. Die so erreichte Ge- radlinigkeit setzt sich in der Gartengestaltung fort. Dort fallen besonders drei lange Blumen- hochbeete auf, die einen Gegensatz zur weit läufigen Streuobst- und Blumenwiese bilden. Um das Haus führt ein geschützter Weg, der vom traditionellen Bauernhaus übernommen wurde („Gredn“) und die verschiedenen Nutzungsbereiche miteinander verbindet. Bauen nach der Mustersprache Ein weiterer wichtiger Aspekt der Planungen istdasarchitektonischeRegelwerk„DieMuster- sprache“ des aus Österreich stammenden und in England lebenden Architekten und Philo- sophen Christopher Alexander. Es erklärt leicht verständliche Regeln, deren Berücksich- tigung die Qualität und Lebendigkeit von Ge- bäuden und Konstruktionen verbessert. Etwa 45 davon wurden hier angewendet, so etwa „ZimmerimFreien“,dasChristopherAlexander wie folgt beschreibt: „Bau einen Platz im Freien, der so umschlossen ist, dass man sich wie in einem Zimmer fühlt, obwohl er nach oben hin offen ist. Begrenz ihn zu diesem I

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