Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

GESTALTE(N) Ausgabe 153

rücken, die über Flüsse führen: Wie lange baute der Mensch sie so, als wären sie fester Grund und müssten ihre Solidität auch optisch erkennbar machen. Den konstruktiven Möglichkeiten ihrer Ent- stehungszeit folgend, wirkten sie mitunter massiv und behäbig. Der neue Schlosssteg in Waidhofen an der Ybbs jedoch, ist wie ein Vektor auf dem die Bewegung fließt. Feine, elegante Linie Wie ein feiner, minimalistischer Strich ver- bindet die neue Fußgängerbrücke die beiden Ufer, auf denen sich nun wieder Geschichte und Gegenwart begegnen. Dabei drängt sie sich nicht als Brücke auf, sondern empfiehlt sich mit der Eleganz des Schlanken. Ebenso wie ihre statisch konstruktive Gestaltung sind auch Materialsprache, Bauzeit und -kosten nicht ausgeufert. Schlank war deshalb auch der ganze Planungs-und Umsetzungsprozess. Die beiden Hauptträger sind abgerückt von den Außenkanten angeordnet und lassen die Brücke dadurch noch dezenter wirken. Unterstrichen wird dies zudem durch eine geschickte dunkle Farbauswahl, die die bei- den Träger im Schatten verschwinden lässt. Feingliedrige Elemente, die das Schweifen des Blicks stören könnten, ließ man ebenso weg wie Fachwerke oder Unterspannungen, die wegen der verschiedenen Uferniveaus schief wirken würden. > GESTALTE(N) 37 B

Seitenübersicht