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GESTALTE(N) Ausgabe 153

* EIGENTÜMER Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft Schönere Zukunft Gesellschaft m.b.H. ENTWURF / PLANUNG simon und stütz architekten Photos: Heinz Schmölzer, simon und stütz architekten ist, gleichzeitig aber viel Ruhe und Abge- schlossenheit bietet. Im Inneren ist die Sied- lung nur über fußläufige Wege erschlossen, sodass die Anlage frei vom motorisierten Fahrzeugverkehr bleibt. Die Vorgärten mit Hofcharakter sind durch die vorgesetzten Abstellräume voneinander getrennt, das durchgehende Bepflanzungskonzept entlang der Gehwege und auf den öffentlichen Bereichen erzeugt ein wohltuendes in sich abgestimmtes Erscheinungsbild. Füße auf der Erde – Blick in den Himmel ... Das Energiekonzept beruht im Wesentlichen auf Lu-Wasser-Wärmepumpen, die im Ver- bund mit kontrollierten Wohnraumlüungen eine optimale Ressourcennutzung gewähr- leisten. Auch die sich erfahrungsgemäß ver- ändernden Bedürfnisse der Bewohner werden berücksichtigt. So ist im Erdgeschoß jeweils ein Zimmer so angelegt, dass es sich jederzeit mit einfachen Mitteln umgestalten lässt. Etwa vom Jugendzimmer, zum Büro, eventuell mit externem Kundenverkehr, oder aber als Raum für einen Bewohner mit Einschrän- kungen. Denn der angrenzende Abstellraum neben dem WC kann dann zu einem barriere- freien Bad umgebaut werden. Die sich durch die gewendelte Form der Stiege ergebende Fläche wird im offenen Wohn-, Ess- und Küchenbereich zur platzsparenden raumhohen Möbelnische und spart stiegen- seitig zudem eine aufwändige Geländer- konstruktion. Ein besonders charmantes Detail sind die französischen Fenster mit horizontaler Überkopfverglasung in den Obergeschoßen. Äußerlich wird durch sie die durchgehende Traufenkante der Reihenhäuser in regel- mäßigen Abständen unterbrochen. In den dahinter liegenden Zimmern ergibt sich zudem ein imposanter Ausblick auf den (Sternen) Himmel und ein Gefühl von Grenzenlosigkeit. Wie formulierte es Architekt Roland Rainer einst so treffend? „Wenn man als Architekt nicht die Möglichkeit ergrei, eine mensch- liche Welt zu bauen, die erfreulich ist, dann ist man eigentlich kein Architekt, sondern baut halt Volumen.” Bei der Reihenhausanlage Königsstetten haben sich die Beteiligten für den erfreulichen Weg entschieden. 44 GESTALTE(N) ERDGESCHOSS OBERGESCHOSS 1 2 12

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