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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

16 ALTBAU DAS FUNDAMENT Für die Fundamentsanierung ist Fachwissen erforderlich, jedoch kann bei der Erstbeurteilung natürlich von einem Laien festgestellt werden, wie tief das Fundament ist und aus welchem Material es besteht. Bei dieser Untersuchung sollte darauf geachtet werden, ob eine Horizontalabdich- tung vorhanden ist. Fundamente können aus unter- schiedlichsten Materialien bestehen wie z.B. Kalkstein, Findlingen, Granitstein oder in jüngerer Zeit aus Beton. Die historischen bzw. sehr alten Gebäude haben oftmals sehr geringe Fundamenttiefen. Wird der Bereich unterhalb des Fundamentes (Druckkegel), der zur Lastabtragung dient untergraben, kann dies schnell zu massiven Schäden am Gebäude führen! Hier ist die Lage der Horizontalbadichtung sehr schön erkennbar und zwar am Unterschied zwischen feuchtem und trockenem Mauerwerk. Auch können die alten Kalkmörtel der Naturstein- fundamente nach 100 Jahren ausgelaugt, Lehmmörtel kann ausgeschwemmt worden sein. Typische, miteinander korrespondierende, schräge Risse in den Außenwänden signalisieren z.B. ein vom Haus wegkippendes Außen- mauereck. Für die Auswahl der angemessenen Methode zur Fundament- sanierung ist jedenfalls Verständnis und bautechnisches wie auch statisches Fachwissen nötig. Je nach Schadensgrad genügt das Ausmauern schadhafter Fundamentstellen mit Trasskalkmörtel, bei schwer- wiegenderen Schäden muss z.B. mit abschnittsweisem Unterfangen gearbeitet werden. Bei Fundamenten sollte zudem auch geprüft werden, ob eine Horizontalabdichtung vorhanden ist. Bei Steinfunda- menten die nicht horizontal abgedichtet werden können, sollte zwischen Gelände und Sockelputz mind. eine 3 cm breite Verdunstungsfuge hergestellt werden. Außerdem sollte in einer Höhe von ca. 30 cm zusätzlich eine Putzfuge ausgebildet werden. Dieser Streifen ist als Wartungszone zu betrachten, hier muss in regelmäßigen Abständen Putz instand gesetzt werden. SANIERUNGS-TIPP: Die Abdichtung darf auf keinen Fall überputz werden, da der Putz Feuchtigkeit wie ein Docht an der Abdichtung vorbei nach oben leiten würde. Eine Unterbrechung im Putz mittels einer Fuge verhindert, dass aufsteigende Feuchtigkeit weiter nach oben gelangen kann

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