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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

18 ALTBAU DER KANAL Dem Kanal wird bei einer Sanierung vordergründig keiner Bedeutung beigemessen, da er unsichtbar ist und ange- nommen wird, dass alles funktioniert. Vor einer General- sanierung muss der Kanal von einer Fachfirma begutachtet werden. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist es bereits möglich auch sehr klein dimensionierte Kanäle mit Kameras zu befahren. Es sollte aber bei einer Befahrung das Stück vom Gebäude bis zur öffentlichen Kanalanlage nicht vergessen werden. Dasselbe gilt auch für die Regen- wasserkanäle mit den Abfallrohren. Wenn der Kanal nicht an das öffentliche Ortsnetz angeschlossen ist sind die Senk- gruben auf Dichtheit zu prüfen. Sollten Sickerschächte für das Regenwasser vorhanden sein, sind sie ebenfalls auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen. SANIERUNGS-TIPP: Bei einer Sanierung sollten die Kanalleitungen zur Gänze getauscht werden, da die Dichtheit speziell bei den Muffen durch den Materialverschleiß der Dichtungen nicht gegeben ist. Ein genaueres Bild über den Zustand kann mit einer Kanalkamera erhoben werden. DAS AUSSENMAUERWERK Im historischen Altbau findet man als Außenmauerwerk Natursteine, Ziegel, Lehmmauerwerk und fallweise Holz vor, ab den 50er Jahren kleinformatige Ziegeln, Schlak- kensteine und ab der 70iger Jahre Hochlochziegel, Gasbe- ton und Blähtonsteine. Wenn die Außenwände horizontal abgedichtet sind, kann ein Vollwärmeschutzverbund- system aufgebracht werden. Wenn nicht, ist aus bauphysi- kalischen Gründen von einem Vollwärmeschutzverbund- system dringend abzuraten. Der nicht im Fundament horizontal abgedichtete Altbau muss in der Regel ständig Feuchte durch Wasserdampfdiffusion über die Außen- wände an die vorbeistreichende Außenluft abgeben kön- nen. Durch die Aufbringung eines Vollwärmeschutzes wird dieser Effekt unterbunden - Feuchteschäden sind langfristig die Folge. SANIERUNGS-TIPP: Für die Trockenlegung von feuchten Mauern sieht die Ö-Norm B3355 drei verschiedene Verfahren vor – das mechanische Verfahren, das Injektionsverfahren und das Elektrophysikalische Verfahren. Diese Verfahren sind in der Regelaberrechtaufwändigundkostenintensiv.Alternativ dazu kann man bei Drosselung des Feuchtenachschubes undgleichzeitigerAustrocknungsmöglichkeitfürdasMauer- werk sowie unter Gewährleistung der Diffusionsoffenheit ein zufriedenstellendes Sanierungsergebnis erzielen.

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