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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

24 ALTBAU (07) SANIERUNG IM HISTORISCHEN ALTBAU Beitrag von Roland Meingast THERMISCHE SANIERUNG, ABER WIE? Ein Vollwärmeschutz auf historischen Fassaden würde mehr zur Entstellung des Gebäudes beitragen als die dicksten Putzlagen. Aber noch schwerer spricht eine technische Eigenheit dieser Altbauten dagegen: Der nicht im Fundament horizontal abgedichtete Altbau muss in der Regel ständig Restfeuchte über die Sockelzone an die vorbeistreichende Außenluft abgeben können. Bekommt er einen dichten Kunststoff-Mantel aufgeklebt, beginnt die Restfeuchte deutlich weiter aufzusteigen und Schäden zu verursachen (abplatzender Innenputz). Dagegen sind kapillar feuchteleitfähige Innendämmungen ein geeignetes Mittel den hohen Heizenergieverbrauch z.B. von Steinmauern markant zu verringern. Wichtig ist jedoch, dass solche Innendämmplatten immer hohlraumfrei verlegt werden. In Frage kommen dafür je nach technischer Situation Mineralschaumplatten, Schilfdämmplatten oder Holzweichfaserdämmplatten. Im erdberührten Bodenaufbau hat sich rein mineralisches Perlit als Dämmstoff am besten bewährt. Bei der obersten Geschoßdecke sind wirksame Wärme- dämmmaßnahmen zur deutlichen Reduktion des Wärme- verlustes zum Dachraum zu setzen. Beheizung: Technisch und gesundheitlich optimal sind in solchen Altbauten Wandheizungen unter Putz, z.B. auf der Innendämmung der Außenwände. Das Heizungs- warmwasser für diese Zentralheizung wird tendenziell am günstigsten mit Biomasse wie Pellets erzeugt. Wegen des, im Vergleich zum modernen Niedrigstenergie und Passivhaus doch relativ hohen verbleibenden Heizener- gieverbrauchs wird der Einsatz von Wärmepumpen oder teilsolarer Raumheizung hier eher nicht wirtschaftlich sinnvoll sein. AUSREICHEND FRISCHLUFT? Der ausreichende Luftwechsel (ca. 0,5 mal pro Stunde) ist im historischen Altbau nicht nur wegen der Gesundheit notwendig, sondern zugleich auch zum Abtransport der geringen, aber ständig anfallenden Feuchte. Die alten Einzelöfen bewirkten das mehr oder weniger ausreichend in der Heizperiode nebenbei. Um die Innenraumluftfeuchte im gesundheitlich optimalen Bereich von 40 – 60% zu halten gibt es heute einfache, feuchtegesteuerte Lüftungsgeräte am Markt, die z.B. in die Außenwand und einen stillgelegten Kaminschacht eingebaut werden können und so Tag und Nacht für gutes Raumklima sorgen. Foto:FrancisHüttner

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