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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

34 ALTBAU (08) SANIERUNG IM MODERNEN ALTBAU Beitrag von DI Thomas Zelger, BO-Österreichisches Institut für Baubiologie und-ökologie ZUKUNFTSFÄHIG MODERNISIEREN: SANIEREN MIT PASSIVHAUSKOMPONENTEN Was haben alle davon? Wenn auch künftige Generationen noch lebenswerte Bedingungen vorfinden sollen, führt an einer Begrenzung des Klimahausgasausstoßes wie auch der Verlangsamung des Ressourcenverbrauchs kein Weg vorbei. Das heißt unter anderem: Die Umweltnutzung darf 2 Tonnen CO2-Äquivalent pro Mensch und Jahr im Jahr 2050 nicht überschreiten, damit die Aufheizung der Erde bis 2050 auf 2°C gegenüber vorindustrieller Zeit beschränkt bleibt. Dies würde wahrscheinlich die Möglichkeit eröffnen, irgendwie mit dem Klimawandel fertig zu werden. Bis 2100 muss der Ausstoß weiter auf 1 Tonne pro Mensch und Jahr sinken. Heute emittiert jede Österreicherin, bzw. jeder Öster- reicher im Durchschnitt ca. 12 to CO2e pro Jahr (inkl. ökologischem Rucksack der Import- und Exportgüter - ohne Rucksack 10 to). Einer der ganz großen Emissionsquellen ist der Gebäu- depark. Für dessen Beheizung wird in gemäßigten und kalten Klimazonen ein wesentlicher Anteil der insge- samt aufgebrachten Energie verbraucht. Meist handelt es sich dabei um fossile Quellen wie Erdöl und Erdgas, je nach Land auch um Holz. Auf dem Weg zu einem energieautarken (bzw. energie- autonomen) Österreich 2050 nimmt die hochwertige Sanierung des Gebäudebestandes eine entscheidende Rolle ein. Insgesamt wird eine Reduktion des derzeitigen Heizenergieverbrauchs um ca. 70 % gefordert. Dabei ist in Zukunft nicht nur die Sanierung mit Passivhaus- komponenten relevant, sondern auch die Integration von energiegewinnenden Systemen. Durch die regionale Wertschöpfung (lokal vorhandene Energieträger, Baustoffe, Tätigkeiten) wird im Vergleich zu den derzeitig hohen Kosten für den Import von fossilen Energieträgern auch wirtschaftlich ein solides Fundament geschaffen. Was ist der Passivhausstandard? Was ist „deep renovation“? Die Sanierung von Bestandsgebäuden zum Passivhaus- standard, bzw. die Sanierung mit Passivhauskompo- nenten kann zu Einsparungen des Heizenergiebedarfs von 75 bis 90% führen. Konventionelle Sanierungen realisieren meist nicht die Hälfte dieses Potentials. Zudem sind nicht optimiert sanierte Komponenten bis zum nächsten Sanierungszyklus für eine hochwertige Sanierung verloren und zementieren einen suboptimalen Zustand für viele Jahre und Jahrzehnte ein. Die Sanie- rung mit Passivhauskomponenten garantiert langfristig beheizbare Gebäude, Unabhängigkeit von fossilen Importen, bauphysikalische Sicherheit und hohen Komfort. Und dies bei nur geringfügig höheren Investitionskosten, wenn die Ertüchtigung in den üblichen Erneuerungs- zyklen durchgeführt wird. Über den Lebenszyklus der Maßnahmen ist eine Sanierung mit

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