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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

35ALTBAU Passivkomponenten sogar viel wirtschaftlicher als eine konventionelle Sanierung, ökologisch ist sie allemal. In Passivhäusern können alle Energiedienstleistungen wie warme, wohltemperierte Räume, Warmwasser, frische Raumluft, belichtete und beleuchtete Räume im Vergleich zu konventionellen Gebäuden mit sehr geringer Fremdenergie bedient werden. Der noch vorhandene aber sehr geringe Fremdenergiebedarf wird nach Möglichkeit durch erneuerbare Energieträger wie Sonne, Wind, Grundwasser bzw. Holz gedeckt. Der Passivhausstandard ist der derzeit energieeffizien- teste und zukunftsicherste Bau- und Sanierungsstandard. Das dies funktioniert wurde schon in tausenden von Gebäuden in Österreich und weltweit unter Beweis gestellt. Das Prinzip Im Winter ist es vernünftiger, sich im Freien richtig warm anzuziehen. Eine dicke Daunenjacke, dazu Woll- handschuhe, Haube, Schal, warme Schuhe etc., denn im kurzärmligen Leiberl wird’s schnell kalt. Viele alte Häuser haben oft nicht einmal solch ein Leiberl an und benötigen sehr viel Energie um im Winter warm zu bleiben. Packt man so ein Haus besonders warm ein, kann es fast zur Gänze mit den sowieso vorhandenen Personen- und Geräteabwärmen beheizt werden. Wenn man dies schafft, kann man gemäß europäischer Energieeffizienzrichtlinie vom 28.2.2012 auch „deep renovation“ dazu sagen (Bezeichnung für thermische Gebäudesanierung mit mindestens 80% Energieeffizienz- verbesserung). Wann geht’s? Der optimale Zeitpunkt ist, wenn die Sanierungsmaß- nahmen bei ohnehin anfallenden Renovierungsarbeiten durchgeführt werden (z.B. muss bei einer Putzerneu- erung der Fassade ohnehin ein Gerüst aufgestellt werden, die Fassade muss gereinigt und neu gestrichen werden). Werden diese Sanierungsmaßnahmen gleich mit Passivhauskomponenten durchgeführt kann eine optimale Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Der Leitsatz muss daher lauten: „Wenn sanieren, dann richtig. “Oder in den Worten des „Passivhauserfinders“ Wolfgang Feist: „Wenn schon, denn schon“, denn konventionelle Sanierungen sind nur eine halbe Sache: Mit etwas wenig mehr Aufwand führt die Sanierung mit Passivhauskomponenten zu einem zukunftsträchtigen Haus. Wenn mit ökologischen und regional verfügbaren Baumaterialien durchgeführt, umso mehr. Der bei einer Sanierung mit Passivhauskomponenten angestrebte energetische Standard, wird ungefähr dem ab 2020 geforderten Neubaustandard entsprechen. Daher ist eine solche Sanierung zukunftsträchtig, denn Verkaufs- und Vermietungswert steigen und sind lang- fristig wertgesichert. Die Mehrkosten für Passivhauskomponenten liegen vor allem in der Realisierung der Komfortlüftung und den hochwertigen Fenstern. Die Erhöhung der Dämmstärken auf Passivhausniveau ist hingegen mit nur geringen Mehrkosten verbunden, da fast nur die Dämmstoffkosten ansteigen, die im Vergleich zu sowieso anfallenden Material- und Arbeitskosten einen geringen Anteil an den Gesamtkosten (z.B. für Gerüst, Reinigung alte Fassade, Außenputz, Kleber, Anker etc.) haben.

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