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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

(09) GRENZENLOS … LEBEN OHNE BARRIEREN Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden ist nicht nur im Neubau ein Thema. Auch bei Adaptierungen im Bestand sollten die Voraussetzungen für ein zukunftsge- rechtes Umfeld geschaffen werden, denn niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich sein Leben entwickeln wird, welche Überraschungen es bereit hält und in welchen Lebensumständen man sich in einigen Jahren wiederfinden wird. Trotzdem wird vielfach so geplant, als würde der Istzustand auch in vielen Jahren noch Gültigkeit haben. Viel zu selten wird Wert auf flexible Grundrisse und anpassbare Räume also lebensgerechte Planung gelegt. Werden mögliche Veränderungen der Lebensumstände der späteren Bewohner schon während der Planung und Ausführung berücksichtigt, sind Adaptierungen mit relativ geringem Aufwand möglich. Besonders wichtig hierbei sind: BARRIERE-/SCHWELLENFREIE ZUGÄNGE Dies beginnt bereits beim Parkplatz. Dieser sollte bei Bedarf auf 3,5 m Breite vergrößert werden können, um das Aus- und Einsteigen sowie das Aus- und Einladen zu erleichtern. Der Weg vom Parkplatz zur Haustür sollte möglichst eben oder nur leicht geneigt sein und kein Quergefälle auf- weisen. Rampen sollten mindestens 120 cm breit und maximal 10 m lang sein. Das Gefälle darf 6% nicht über- schreiten. Ein überdachter Eingangsbereich macht das Heimkommen angenehmer und sicherer. Zugänge, Durchgänge und Übergänge sollten im gesamten Wohnraum stufenlos und eben sein. Lässt sich ein Niveauunterschied, zum Beispiel durch den Türanschlag bei Eingangstüren nicht vermeiden, so sollte diese Schwelle nicht größer als 2cm sein. AUSREICHEND BEWEGUNGSRAUM IN DEN WOHNBEREICHEN In jenen Bereichen in denen man sich umdrehen und manövrieren können muss, sollte ein Bewegungsraum mit einem Kreis von 150cm Durchmesser vorgesehen werden. Das entspricht der Fläche, die ein Rollstuhl zum Wenden benötigt. Daher macht es Sinn darauf zu achten, nicht nur bei der Grundrisslösung sondern auch bei der Ausstattung auf den notwendigen Platzbedarf zu achten, denn auch Heizkörper oder Möbelstücke können den Bewegungsraum ein- schränken. TÜRLICHTEN VON 80 BZW. 90 CM Haben alle Türen eine Durchgangsbreite von mindestens 80cm ist sichergestellt, dass alle Wohnbereich und alle damit verbundenen Einrichtungen erreicht werden können. Um das Durchfahren mit einem Rollstuhl oder einer Gehhilfe zu erleichtern, wäre eine Durchgangslichte von 90 cm noch vorteilhafter. Zu groß sollten die Türen aber auch nicht werden, da der Kraftaufwand für die Be- dienung höher wird. Damit man beim Öffnen der Türe die notwendige Manövrierfläche für eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl gewährleisten kann, sollte der Türöffner von Innenecken oder ähnlichen Hindernissen einen Mindest- abstand von 50 cm aufweisen. BEDIENELEMENTE WIE LICHTSCHALTER, STECKDOSEN, ETC. Wenn diese Installationseinrichtungen in einer Höhe zwischen 80 und 110 cm angebracht werden, sind sie von allen Bewohnen gut erreichbar. Steckdosen sollten 40 cm vom Fußbodenentfernt sein. Auch bei der Positionierung 38 ALTBAU

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