Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

04 ALTBAU ERHALT UND MODERNISIERUNG HISTORISCH WERTVOLLER BAUSUBSTANZ Es muss nicht immer der Neubau sein der mit Qualität und Modernität punktet. Vielfach findet gerade der unvergleichliche und nicht reproduzierbare Charme alter Bausubstanz besonderen Anklang bei seinen Bewohnern. Der besondere Ausdruck historischer Gebäude wirkt aber nicht nur nach innen. Die oft recht aufwändig gestalteten Fassaden stellen unverzichtbare Elemente des Erscheinungsbildes von Niederösterreich dar. Viele Bestandsobjekte entsprechen heute nicht mehr den Anforderungen, die zeitgemäßes Wohnen an sie stellt. Daraus ergibt sich in vielen Fällen der dringende Wunsch der Eigentümer ihre vier Wände einer umfassenden Sanierung zu unterziehen. Doch ist es nicht nur der Wunsch nach „adäquatem Wohnen“ der antreibt, sondern auch die in die Jahre gekommene Haustechnik und die oftmals schlechte thermische Qualität der Gebäudehülle die hohe Heizkosten verursacht. Somit ist der Wunsch aus Alt Neu zu machen schnell geboren. Dabei ist es gerade bei der Sanierung von Objekten mehr als wichtig strukturiert und vorausschauend an die Arbeit zu gehen. Grundlage dafür ist es den Bestand von Grund auf zu analysieren, notwendige Maßnahmen zu definieren und ein Gesamtsanierungskonzept zu erstellen, denn nur dann ist gewährleistet, dass die getroffenen Maßnahmen ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern werden. Jeder kennt den Ausspruch „Zeit ist Geld“. Bei der Sanierung gilt vielmehr „Zeit ist Qualität“. SANIEREN ALTER BAUSUBSTANZ IST GELEBTER UMWELTSCHUTZ Diese höchst interessante Erkenntnis lieferte die Studie „Bauen 2020“ der Donau Universität Krems. Aus dieser geht hervor, dass der energetisch optimierte Neubau den Vorsprung bestehender Objekte nicht ausgleichen kann. Hintergrund dafur ist die Feststellung, dass die Gesamt- energiebilanz des Neubaus im Vergleich zum gebauten Bestand um den „Sockelbetrag der Umweltfolgen der Gebäudeerrichtung“ entsprechend größer ist. Das heißt, die Errichtung wirkt sich auf die Umweltfolgen erheblich aus. Laut dieser Studie sogar um das 10 bis 30-fache des jährlichen Gebäudebetriebs. Damit wird klar, was für ein energietechnisches Potenzial in alter Bausubstanz schlummert. Sanieren zahlt sich weitblickend gedacht also aus und macht Sinn. (01) SANIEREN MACHT SINN! „Brandlhof“ Radlbrunn, Foto: Roland Meingast

Pages