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Noe gestalte(n) Altbau 03 2013

Schimmel Schimmel kann bei zu hoher relativer Luftfeuchtigkeit entstehen und ist auch ohne Licht lebensfähig. Er kommt bei Temperaturen zwischen 0-40 Grad Celsius vor und bereits 60 % relative Luftfeuchtigkeit genügen um zu über- leben und weiterzuwachsen. Schimmel benötigt zum Leben neben Feuchtigkeit auch noch Nahrung. Er lebt von organischen Materialien wie Staub, Holz, Textilien, Tapeten, Dispersion, etc. Daher ist es wichtig in kritischen Bereichen nur Materia- lien mit mineralischen Bestandteilen wie Kalkanstriche, Mineral- und Silikatfarben zu verwenden. Luftdichtheit = Qualität Die Luftdichtigkeit ist Grundvoraussetzung für einen kontrollierbaren Energiehaushalt eines Gebäudes. Denn nur wenn ein Gebäude annähernd luftdicht ist, können unerwünschte Energieverluste verhindert werden. Des Weiteren kann dadurch das ungewollte Eindringen von feuchter und warmer Luft, die daraus resultierende Bildung von Tauwasser in Konstruktionen und der Eintrag von Luftschadstoffen vermieden werden. Die luftdichte Ebene liegt im Normalfall an der Gebäudeinnenseite und stellt die Funktion von Lüftungsanlagen und die Dämm- wirkung von Außenbauteilen sicher. Komfortlüftung Während der Heizperiode geht vor allem durch Fenster- lüftung sehr viel Energie verloren. Die Luft in geschlossenen Räumen reichert sich aber sehr schnell mit Luftschadstoffen, zu viel Feuchtigkeit und verbrauchter Luft an. Der CO2-Gehalt der Luft steigt und man fühlt sich unwohl, dass kann bis hin zu Kopf- schmerzen gehen.Eine automatische, eventuell mit CO2-Sensor ausgestattete Komfortlüftung mit Wärme- rückgewinnung hilft Energie zu sparen, verbessert die Raumluftqualität und leistet damit einen wichtigen Beitrag für Wohlbefinden und Gesundheit. Winddicht Während die Luftdichtigkeit an der Gebäude Innenseite hergestellt wird, muss die äußere Gebäudehülle winddicht sein. Das bedeutet, dass die außerhalb der luftdichten Ebene liegende Wärmedämmung bei Wind nicht mit Luft durchspült werden darf, denn dies würde zu einem dramatischen Verlust der Wärmedämmeigenschaft führen. Daher müssen die Anschlüsse bei Durchdringungen wie Fenstern oder Türen genauso winddicht ausgeführt werden, wie der Übergang zwischen Außenputz und der Unterspannbahn welche die Winddichtebene im Dach- bereich darstellt. Thermografie Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem Infrarotstrahlungen sichtbar gemacht werden können. Da- durch lassen sich Fehler in der Bauausführung relativ ein- deutig nachweisen. Aussagekräftige Wärmebildaufnahmen können nur im Winter vor Sonnen- aufgang gemacht werden, denn nur dann ist die Tempera- turdifferenz zwischen Raum- und Außentemperatur groß genug und die Ergebnisse werden nicht durch von der Sonne aufgeheizte Flächen verfälscht. „Atmende Wände“- gibt es nicht! Der Begriff atmende Wand lässt vermuten, dass es einen Luftaustausch durch die Wand hindurch nach Außen gibt, doch genau das darf nicht der Fall sein. Wände sollten luftdicht sein. Was Wände, wenn sie aus hygroskopischen Baustoffen bestehen, allerdings können ist, in Abhängig- keit ihrer Stoffeigenschaften und dem Umgebungsklima, Feuchtigkeit aufnehmen. Diese Eigenschaft kann der Ver- besserung des Raumklimas dienen, da dadurch kurzfristig extreme Schwankungen der Luftfeuchtigkeit ausgeglichen werden können. Interessant dabei ist, dass diese Prozesse in den oberen 1,5 cm des Wandmaterials stattfinden. 46 ALTBAU

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