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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

15Garten Die umgebende Landschaft als Inspiration für die eigene Gartengestaltung PotenZiale im Bestand erkennen Gerade der Garten hat das Potenzial auf den Ort ein- zugehen. Egal ob Altbestand oder neu erworbenes Grundstück, jeder Ort hat seine Besonderheiten. Auch scheinbar „leere“ Flächen haben vorhandene Eigen- heiten. In der architektonischen Moderne negierte man den Bestand, indem man von einer „Tabula rasa“, einer leere Tafel sprach. Dahinter steckt eine Strömung um 1900, die einen Neubeginn, ein Brechen mit Traditionen, provozierte. Gestalterisch wäre das im Garten manchmal durchaus wünschenswert, natur- und kulturräumlich ist es aber sehr relevant auf den Ort und den Bestand einzugehen. (02) ERSPÜREN UND ENTDECKEN Die Landschaft als Inspiration entdecken Für die Gestaltung von Haus und Garten spielen ganz überregionale, gar landschaftliche Elemente eine Rolle. Prinzipiell kennen wir „unsere“ Landschaft, die Um- gebung unserer Kindheit am besten. Wenn es darum geht, einen neuen Wohnort zu suchen, spielen unsere Erinnerungen daran ein große Rolle. Auch Bilder in unserem Kopf, die wir aus Urlauben oder positiver Erfah- rungen mitnehmen, können uns beeinflussen. Natürlich spielt das Geld auch eine Rolle. Die Grundstücks- und Wohnungspreise variieren ja je nach Viertel und Nähe zur nächsten Stadt immens. Fällt die Entscheidung für einen Ort, fällt auch die Entscheidung für eine Landschaft, ein dörfliches oder städtisches Umfeld, eine naturräum- liche Umgebung. Fällt die Entscheidung zum Beispiel aufs Weinviertel trifft man unweigerlich auf sanfte Hügel, Angerdorfstrukturen und den Löss im Untergrund. Das kann nun für die Gestaltung des Gartens derartig inspi- rierend sein, dass man auf Stampflehmwände, Wein- reben und Weinlauben oder weiß gekalkte Raumteiler mit „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum.“ Dieter Kienast

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