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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

20 Garten Raumgrenzen im Garten definieren sich wie Teilräume im Gebäude „Müsset im Naturbetrachten immer eins wie alles achten: Nichts ist drinnen, nichts ist draußen; denn was innen, das ist außen.“(Johann Wolfgang von Goethe) Planungshilfe für Nutzungen im Garten Sich für einen Garten zu entscheiden, muss nicht unbe- dingt heißen, sich für ein Einfamilienhaus mit Garten zu entscheiden. Im Kapitel 1 „Vom Garten träumen“ haben wir gesehen, dass es eine Vielzahl von Größen von Freiräumen beim Wohnen gibt. Die Logik, dass man in einem großen Garten mehr “machen” kann als auf einem kleinen Balkon stimmt natürlich. Wenn man es aber genau betrachtet, sind es ein paar wenige Nutzungen, die einen wohnraumnahen Freiraum als solchen aus- zeichnen. Man könnte wohl meinen, manchmal ist uns der Garten zu groß und es geht nur mehr darum, seine Ruhe vor den Nachbarn, seinen Rückzugsraum mit dem nötigen Abstand aufrecht zu erhalten. In diesem Kapitel heißt es nun, die ersten planerischen Schritte zu setzen. Die sollten eigentlich schon ziemlich früh beginnen. Denn es geht um die grundlegende Frage, was mir der Freiraum bieten soll. Was will ich in meinem Garten alles tun können? Welche Funktionen soll mein Garten erfüllen können? Erst die Klärung dieser Fragen lässt uns auf die erfor- derliche Größe eines Gartens schließen. Leider ist die Größe oft bereits vor Planungsbeginn fixiert. Dann geht es hier vor allem um das richtige Arrangieren der Funk- tionen. Im Unterschied zur Architektur ist der Freiraum weitestgehend flexibel. Ein Küchengarten kann morgen ein Spielfeld werden oder eine Sandkiste kann später zum Grillplatz werden. Im Haus lässt sich schwer die Küche mit dem Kinderzimmer tauschen. Trotzdem sollte man neue und auch bestehende Gartenfreiräume „programmieren“ und Funktionsbereiche mit Teilräumen definieren. (03) EIN GARTEN FÜR ALLE FÄLLE Was sind Raumgrenzen? Um im Garten Raum zu bilden, sind vertikale Elemente notwendig, wie z.B. Mauern, Pflanzen, Geländemodellie- rung sowie die Begrenzung durch Gebäude. Diese verti- kalen Elemente bezeichnet man als Raumgrenzen. Dabei spielt die Ausbildung der Grenze eine große Rolle. Je nach Dichte oder Höhe kann sie eher durchlässig oder stark abgrenzend wirken. Innerhalb dieser Raumgrenzen bildet sich ein Teilraum eines größeren Freiraums, wie einem Garten.

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