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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

27Garten Planungshilfe für Nutzungen im Garten Nachdem die Funktionen des Gartens überprüft und verräumlicht wurden, ist der nächste Schritt die Gestal- tung, das Design des Gartens. Der amerikanische Architekt Louis Sullivan prägte das Zitat „Form follows function“ (die Form folgt der Funktion). Nach seinen Vorstellungen sollte jede Form, das heißt Gestaltung mit der Funktion zusammen hängen. Dekorative Elemente sollten sich – sofern überhaupt erforderlich – aus der Funktion her- leiten und nicht für sich stehen. In diesem Sinne ist bei der Gartengestaltung das Design und die Funktion immer als eine zusammenhängende Einheit zu betrachten. Die Gestaltung mit Gestaltungselementen Bei der Gestaltung geht es um eine Idee für den Garten, die sich schließlich durch Gestaltungselemente realisiert. Wie wir im nächsten Kapitel sehen werden, stehen uns dazu eine Fülle an Möglichkeiten zur Verfügung, die man je nach Bedarf auswählen muss und dann anwenden kann. Gestaltungselemente sind räumlich, wie Mauern, Gehölze oder Möbel. Sie können aber auch zweidimen- sional sein, wie Bodenbeläge, Wasser- oder Pflanz- flächen. Findet man einen Gartenstil, eine Grundidee für den Garten, lässt sich diese als persönliche Note realisieren. Werden sie selbst zum Designer! (04) DIE PERSÖNLICHE NOTE FINDEN „Das vielleicht wichtigste Merkmal jeder guten Gestalt ist jenes der verbindenden Idee, des Konzepts, des Oberthemas, des ‘roten Fadens’(…)“Hans Loidl, Stefan Bernard Der rote Faden der Gestaltung Die Grundidee der Gestaltung bezieht sich oft auf den gesamten Garten. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Gestaltung. Das ist wie ein Thema, das immer wieder kehrt, sich wiederholt, leicht variiert. Im Detail gibt es feine Nuancen oder Variationen, die einzelnen Teil- räumen Charakter und Charme geben. Es sei hier emp- fohlen seinem Garten eine Grundidee zu geben. Diese kann sich aus der Landschaft der Umgebung entwickeln, aus einer besonderen Vorliebe für die Geschichte des Ortes oder eine besondere Farbe, die in der Bepflanzung, der Möblierung und den Materialien wiederkehrt. Hier sind ihre Persönlichkeit, ihre Vorlieben und Erfahrungen gefragt. Sehr oft baut ein Garten auch ein Potpourri an Gegensätzen auf, die sich auf die Sinne (kalt und warm, weich und hart, hell und dunkel, trocken und feucht) oder die Form (eckig und rund, streng und wild, hoch und nie- der) beziehen. Manchmal ist die Kombination der Gegen- sätze besonders spannend, so können weiche Formen durchaus auf eine rechtwinkelige Terrassen stoßen. Auf ein paar Gegensätze wollen wir genauer eingehen. Vielleicht ist da ja die eine oder andere Idee für ihren Garten dabei. Den roten Faden als einheitliche Gestaltsprache für den Garten finden

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