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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

28 Garten Ordnung versus Unordnung Dieses Gegensatzpaar könnte man auch mit Streng versus Wild bezeichnen. Strenge Formen sind geordnet, geo- metrisch, oft auch rechtwinkelig oder am Raster ange- ordnet. Eine Extremform ist sicherlich das Schachbrett, das noch dazu mit den Farben Weiß und Schwarz und der Grundform des Quadrats die ultimative Ordnung darstellt. Formal zeigt sich ein solcher Garten durch exakte Kanten und klare Materialunterschiede. Ein klas- sischer Bauerngarten oder historischer Renaissance- garten basieren auf diesem Prinzip. Die Beherrschung der Natur durch den Menschen wurden dann im von Frankreich ausgehenden Barockgarten perfektioniert. Nichts ist dem Zufall überlassen, alles ist am richtigen Platz. In Schlosshof lässt sich dieses Prinzip wunderbar im rekonstruierten Garten studieren. Erst die Figuren am Schachbrett bringen Unordnung und Verwirrung ins Spiel. Das gilt ähnlich für den Garten. Bei genauerer Betrachtung sehen wir, dass der Gegensatz von Ordnung und Unordnung in der Gartengestaltung recht knapp beieinander liegen. Die Figuren sind die Menschen, die den Garten nutzen und gebrauchen. Sie verändern ihn und passen ihn an ihre Bedürfnisse an. Dann kommt auch noch die Zeit ins Spiel. Ein total geometrischer Garten kann auch Wildbereiche umfassen, ein klarer Rahmen für ein kleines Stück Wildnis. Im Barockgarten wurde das durch extrem lineare Achsen in den Auwald erzeugt. Historisches Beispiel Barockgarten Internationales Beispiel für einen geometrischen Garten

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