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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

29Garten Linear versus Geschwungen Die Parzellenstrukturen unserer Siedlungen generieren sich oft aus den linearen Feldstrukturen der Landschaft. Daher ist es sicherlich nicht weit hergeholt, seinem Garten auch eine band- oder streifenartige Grundstruktur zu verpassen. Gerade Wege, ein Eintritt und ein Höhe- punkt am Ende, vielleicht in Form eines Sitzplatzes verbinden den gesamten Raum. Je nach Größe des Gartens ergibt sich dadurch ein klares Rückgrat der Gestaltung, an dem sich Funktionen und Formen anein- anderreihen. Wie wir aber wissen, gehen wir Menschen nicht unbedingt gerade in einer Linie von A nach B. Viele Pfade in der Landschaft sind leicht geschwungen, schwingen wie ein Flusslauf durch ihr Umfeld. Hier treffen wiederum zwei konträre Gestaltungssprachen, eine formale und eine natürliche, aufeinander. Ein gutes Beispiel der Gartengeschichte ist der des englischen Gartens, der bewusst die geschwungenen Wege einsetzt, um die Gartenbetrachter durch Gartenbilder zu führen, die sehr natürlich wirken sollen. Die Gartenkünstler der damaligen Zeit haben nichts dem Zufall überlassen, Bäume wurden bewusst gesetzt und Wege an Schein- burgen vorbeigeführt. Lineare Formen beziehen sich oft auf Wege im Garten und sollten stark im Hinblick auf die zu erwartenden Funktionen abgestimmt werden. Zeichnet man sich den Ausgangspunkt und den Zielpunkt ein und zieht eine Linie zwischen diesen zwei Punkten, findet man den kürzesten Weg. Diesen heißt es zu finden und zu gestalten, entweder linear oder eher geschwungen. Historisches Beispiel Englischer Landschaftsgarten Zeitgenössisches Beispiel für einen landschaftlichen Garten

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