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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

35Garten Unterschiedliche Belagsarten treffen aufeinander Wege verbinden Gartenbereiche und Plätze miteinander. Die Position von Sitzplätzen muss wohl überlegt sein. Rück- zugsorte benötigen nicht viel Platz. Oft reicht eine Bank oder ein gemütliches Outdoorsofa. Die Rückseite kann durch Mauern, Hecken, Rankpflanzen und ähnliches geschützt werden. Der Blick vom Sitzplatz aus sollte auf einen Bereich gelenkt werden, den man gerne betrachtet, der einem Ruhe vermittelt. Diese Ruheoasen können ruhig ein wenig entfernt vom Gebäude platziert werden. Ess- bereiche hingegen sollten nah an der Küche liegen, damit man mit Geschirr und Essen keine weiten Wege zurück- legen muss. Neben Tisch und Sesseln sollte auch noch genügend Platz zum vorbeigehen eingeplant werden. Auch der Bodenbelag, das Material aus dem Plätze und Wege bestehen, wird dem Nutzen angepasst. Während ein kaum genutzter Weg auch als schmaler Trampelpfad oder als Mähstreifen in der Blumenwiese ausgeführt werden kann, sollten häufig genutzte Wege und Sitzplätze aus stabilerem Material, wie zum Beispiel Holz, Natur- stein, Betonstein oder Klinker bestehen. Befestigte Wege lassen sich leichter reinigen und sind bei Regen und Schnee gut begehbar. Der Wahl des Bodenbelags sind keine Grenzen gesetzt, jedoch sollte immer auch der rote Faden, das Thema des Gartens, die Wahl beeinflussen. Je gleichmäßiger der Bodenbelag ist, desto ruhiger ist das Gesamtbild. Wer es lieber lebendiger mag wählt einen unregelmäßigen Belag. Die Farbwahl hängt auch stark vom gewünschten Gesamtbild ab. Auffällige Farben lenken die Aufmerksamkeit sehr stark auf sich, daher sollte damit eher sparsam umgegangen werden. Beach- ten Sie auch, dass sich Farben mit der Zeit stark verän- dern können. Holzbeläge benötigen einen enormen Pflegeaufwand, falls die braune Holzfarbe erhalten bleiben soll. Dabei bildet die graue Patina des Holzes, die nach kurzer Zeit entsteht, nicht nur eine Schutzschicht, sondern hat auch einen nicht zu unterschätzenden Charme und fügt sich viel natürlicher in die Umgebung ein. Tipp vom Landschaftsarchitekten: Unter dem Belag, der Deckschicht, ist eine Trag- schicht notwendig. Sie besteht aus Grädermaterial der Korngrößen 0 bis 32 mm und sorgt für Stabilität. In einer Aufbaustärke von 10-20 cm Höhe ermöglicht sie begehbare bis befahrbare Bereiche. Je nach Wet- terverhältnissen und Bodenbeschaffenheit ist dar- unter auch eine Frostschutzschicht von 20-40 cm notwendig. Sie verhindert, dass Frostschäden entste- hen, indem sie einerseits Wasser ableitet und ande- rerseits vermeidet, dass Wasser aufsteigt. Lassen Sie sich hier unbedingt von einem Gartengestalter oder Landschaftsarchitekten beraten!

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