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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

39Garten 5.3 Grenzen / Zäune / Einfriedungen Der Zaun hat die Aufgabe einer Schnittstelle. Er schafft Durchsichten, Sichtschutz, Barrieren und einen Rahmen. Er soll den privaten vom öffentlichen Grund abgrenzen. Je besser das Haus am Grundstück situiert ist, desto weniger muss der Zaun den Sichtschutz übernehmen. Der Zaun ist ein ortsbildprägendes Element, das in der Umgebung präsent ist und den Geschmack der Bewohner widerspie- gelt. Man wird gesehen und schützt sich trotzdem vor Blicken. Die Gestaltung des Zauns hat auch Vorbildwirkung für die Nachbarschaft. Daher sollte man auch überlegen, welchen Effekt man auf sein Umfeld erzeugt. Mit der Wahl des Materials sollte auf die Architektur eingegangen werden. Zur Straße kann man den Zaun höherwertiger ausführen als zwischen den Grundgrenzen. Mittels Pflanzen lässt sich der Zaun in die Umgebung integrieren. Eine Vorpflanzung aus Stauden bildet einen Übergang, Kletterpflanzen können den Zaun beranken. Falls nicht unbedingt notwendig sollte der Zaun nicht zu hoch gewählt werden. Ein niedriger Zaun leitet den Blick in die Umgebung. Besonders wertvolle Blickachsen können auch freigelassen werden. Höhere Elemente z.B. kleine Bäume oder Sträucher, können ein Passepar- tout bilden und den besonders schönen Blick links und rechts einrahmen. Wenn auf gemauerte Sockel verzichtet wird, können Kleintiere unter dem Zaun durchschlüpfen. Igel sind wertvolle Nützlinge, die gerne zwischen Gärten Grenzen und Zäune im Beispielgarten herumwandern. Bei guter Nachbarschaft ist auch eine gemeinschaftliche Gartennutzung denkbar. Zum Beispiel wenn die Gärten allein zu klein sind. Dann kann auf einen Zaun ganz verzichtet werden. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der Nutzung. Vorstellbar wäre ein gemein- sam genutzter Teil und intimere Terrassen bei den Häusern. Dadurch hat man mehr Platz im Garten, kann sich aus- tauschen und die Pflege reduzieren. Wichtig ist es, Tore einzuplanen. Tore verbinden Räume und Menschen miteinander. Blüte im Holzzaun aus horizontalen Holzlatten Tipp vom Landschaftsarchitekten: Man muss zwischen Einfriedungen unterscheiden die bauliche Anlagen darstellen und jenen die das nicht tun. Von einer baulichen Anlage spricht man dann, wenn diese kraftschlüssig mit dem Boden verbunden ist und zu ihrer Herstellung ein wesentliches Maß an bautechnischen Kenntnissen erforderlich ist. Verfügt also eine Einfriedung z.B. über ein Fundament, dann gilt sie als bauliche Anlage und unterliegt dadurch der Bewilligungspflicht. Zäune mit Erdspießen und Maschengitter fallen nicht darunter und sind nur in bestimmten Fällen bewilligungs- bzw. anzeigepflichtig.

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