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Noe gestalte(n) Garten 03 2013

55Garten Baumwachstum unterschiedlich sind. Mit gezielten Gehölzschnitt und ausreichender Erfahrung kann man dies natürlich steuern. Sträucher, Kletterpflanzen sind ebenfalls vom Wachstum betroffen. Besonders „wilde“ Arten, wie der Schling- knöterich (Fallopia baldschuanica), kann bis zu 15 Meter hoch wachsen und auch ein bißchen außer Kontrolle geraten. Besonders interessant ist die Ausbreitung in der Horizontalen, weil sie öfters unerwartet passiert. Besonders ausläuferbildende Pflanzenarten, wie Bambus können einen Garten „in Besitz“ nehmen. Hier sind Wurzel- barrieren im Boden einzulegen, damit der Bambus begrenzt auf einen Bereich bleibt. Alterung im Garten Gärten werden traditionellerweise mit einer gewissen Patina noch charaktervoller. Die Stauden erobern die Zwischenräume der zu Beginn kahlen Mauern, Wasser- teiche stellen ihr natürliches Gleichgewicht ein und Kletter- pflanzen wie der Wein beranken die Pergola bei der Terrasse. Alterung heißt auch ernten. Mit zunehmenden Alter von Pflanzen steigt der Ertrag und der Garten wird zum Nahversorger. Manche Materialien wie unbehandeltes Holz bekommen eine besondere Patina. Es lebt mit. Die Industrie der Gartenmaterialien versucht bei Holz mit WPC, Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen, entgegen- zuwirken. Sie verändern kaum ihr äußeres Erscheinungs- bild und ihre Oberfläche ist auch konstant. Eigentlich widerspricht das der Beständigkeit und Nachhaltigkeit von Gärten, ist aber eine starke Tendenz, für die man sich entscheiden kann. Alterung heißt gleichzeitig auch Er- neuerung, in der Technik, wie der Beleuchtung, die heute stark von der LED-Technolgie im Freiraum geprägt wird. Farben im Freiraum sind aufgrund des Verblassens bei ständiger Bewitterung in Kauf zu nehmen. Manche sehen das als attraktive Patina, andere werden alle vier bis fünf Jahre die Lasur zur Hand nehmen, um nachzustreichen.

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