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| Ortsbild anderswo |
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Der Himmel Die Kleinstadt Sissi ist eine wohl typische Urlaubs-Destination im Nordosten von Kreta. Zwei Ortsbild-Aspekte haben mich bei einem Kurzaufenthalt in Sissi fasziniert: Erstens: die ortsübliche Bauweise, die die meisten Österreicher als „moderne Flachdacharchitektur“ bezeichnen würden. Wie in vielen südlichen Ländern ergibt sich diese klare Formensprache in Kreta ganz „natürlich“ aus praktischen und ökonomischen Überlegungen: Einfaches kubisches Traggerüst aus Beton (vergleichbar mit dem System des modernen Holzständerbaus), große Öffnungen für Licht und Luft, Vordächer als baulicher Sonnenschutz, Flachdächer, weißer Kalk, wenig Schnörksel und Verzierungen. Für diese „klassisch“ anmutende Ästhetik gibt es überdies eine Tradition, die bis auf die minoische Kultur um 2000 v. Chr. zurückgeht. Zweitens: In Kontrast zu den schnörkellosen weißen
Häusern stehen die auf jedem Flachdach angebrachten Solar-Warmwasserspeicher,
die ihre technische Funktion unverhüllt zeigen und zumeist ohne besondere
„gestalterische Maßnahmen“ angebracht sind. Die Faszination dieser eigentlich Ortsbild bestimmenden „Dach-Skulpturen“ mit ihrem herben Charme ergibt sich auch daraus, dass man – so scheint mir – mit ihnen die besondere Wirkung des Himmels und die Kraft der Sonne über Kreta bis zu einem gewissen Grad fotographisch einfangen kann. Text und Fotos: |
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