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Im Land
der „fünf­blättrigen Rose“

Vom Plöckensteinersee entlang der Moldau durch Südböhmen.

Schloss Rosenberg war der Stammsitz der mächtigen Rosenberger, die Burg der Rosen, an die auch deren Wappen, die fünfblättrige Rose, erinnert. Diese Rose begegnet uns an Schlössern, Kirchen und Bürgerhäusern in Winterberg, Heinrichsburg, Teltsch, Krumau, Oberplan, Hohenfurth. Sie hat Adalbert Stifter, geboren in Oberplan, zu seinem Roman „Witiko“ angeregt. Vom Plöckenstein schaute er öfters zur Ruine Wittinghausen; er nannte sie den „blauen Würfel“. Beim Plöckensteinersee im Böhmerwald beginnt das anmutige, von Burgen, Ruinen und alten Städtchen gesäumte Moldautal. Wittingau war bis 1611 im Besitz der Rosenberger, Bauten aus Gotik und Renaissance und Barock umgeben den Hauptplatz. Die Bürgerhäuser von Teltsch mit ihren Fassaden, Erkern und Lauben zeugen vom einstigen Wohlstand ihrer Bewohner. In völlig intakter Reihe, mit Laubengängen, umgeben Patrizierhäuser den weiten „Ringplatz“ – ein bezaubernder Anblick. Die mächtige Burg Krumau (schon 1253 erwähnt) war Sitz der Wittigonen. Im Land der „fünfblättrigen Rose“ finden sich noch zahlreiche Orte, die durch eine oft nicht renovierte, jedoch sehr ursprüngliche Struktur begeistern.

Text und Fotos: Josef Samuel

       
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