Teil 3: Gebaute Räume
im Garten statt Keller und Garage?

 

Der Garten
als Wohnraum

Der Garten als WohnraumUnsere neue Broschüre über Gartengestaltung zeigt, wie man Haus und Garten gemeinsam plant und gestaltet und welche Elemente wichtig sind, um Räume im Garten zu schaffen. Es geht dabei nicht um Pflanzanleitungen, sondern rein um gestalterische Gesichtspunkte.

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Ein Service von „NÖ gestalten“
im Amt der NÖ Landesregierung.

 

 


Wer eine innenhof-ähnliche Situation mit Hauptgebäude, Nebentrakt und Schuppen sowie Mauern ringsum schaffen will, muss sich noch vor dem Grundstückskauf erkundigen, ob dies rechtlich auf der in Frage kommenden Parzelle überhaupt möglich ist.

 

 

Nebengebäude bilden geschlossene Gartenbereiche,
sind meist kostengünstiger als Keller und in
jedem Fall bequemer zu nutzen.

Wie sehr Gartengestaltung und Planung des Hauses zusammenhängen, zeigt dieses Kapitel, in dem wir uns der Frage der Nebengebäude widmen. Zuvor müssen wir allerdings eine andere klären, nämlich eine grundsätzliche: Brauchen wir überhaupt einen Keller oder sind wir mit Nebengebäuden nicht besser dran (weil billiger, bequemer zu nutzen sowie hinsichtlich unserer Gartengestaltung bestens einsetzbar)?

Keller oder Nebengebäude –
eine grundlegende Entscheidung

Der Keller ist eigentlich ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert, als es keine Kühlschränke gab und Brennmaterial trocken im Haus gelagert werden sollte. Auch die Waschküche war dort untergebracht. Zudem war er oft notwendig, um die Wohnebene so weit aus der Erde herauszubringen, dass es keine Probleme mit der Feuchtigkeit gab.

Heute gibt es Kühlschränke, Waschmaschinen, Zentralheizungen und gute Feuchtigkeitsisolierungen – somit also nur mehr sehr wenige Gründe, einen Keller zu bauen.

Hier ein paar Gedanken für Ihre persönliche Entscheidung.
Räume wie „Kellerstüberl“ oder Sauna können auch in einem Nebengebäude oder in einem größer gebauten Haus untergebracht werden, und das noch dazu ebenerdig. Vor allem für Lagerräume ist dies äußerst sinnvoll. Oder wollen Sie Rasenmäher und Fahrräder die Kellertreppe hinunterschleppen? Denn der Unterschied in den Baukosten ist beachtlich: ein durchschnittlicher Keller kostet 35.000 Euro, eine durchschnittliche Fundamentplatte nur 7.000 Euro. Die somit eingesparten 28.000 Euro können Sie beispielsweise in ein etwa 30 m² großes Nebengebäude (EUR 900,– pro m²) oder in eine Vergrößerung Ihres geplanten Hauses um 20 m² (EUR 1.500,– pro m² bei einer schon recht gediegenen Ausstattung) investieren.

Zweifellos sinnvoll ist ein Keller in Hanglage, weil zumindest ein Teil davon als vollwertiger Raum genutzt werden kann.
Bedenken Sie: Alle Dinge, die üblicherweise im Keller untergebracht sind, können kostengünstig auch im Erdgeschoß oder in Nebengebäuden Platz finden.
Der angenehme Nebeneffekt: man spart sich, die Wäsche treppauf, treppab zu schleppen, man ärgert sich nicht grün und blau, wenn Materialien nur umständlich in die Keller-Werkstatt gebracht werden können.

Mehr Qualität ums selbe Geld
Ums selbe Geld erhält man mit Nebengebäuden mehr Qualität, aber weniger Quadratmetern. Wer jedoch eine sinnvolle Nutzung des Kellers plant, der wird mit günstigen Quadratmeterpreisen von etwa 350 Euro belohnt.
Und wer jetzt meint, in einem Hauskeller könne man Wein und Obst lagern, der irrt: Unsere heutigen Keller sind dazu nicht mehr geeignet, weil sie zu trocken und zu warm sind.

Nebengebäude bilden einen Raum
Es gibt eine Reihe von Funktionen, die ein Nebengebäude sehr bequem und vor allem billiger als ein Keller erfüllen kann: vom Fitnessraum über die Sauna bis hin zur Werkstatt oder zum Abstellraum für Räder, Ski, Gartengeräte etc.
Wer seine Nebengebäude so am Grundstück positioniert, dass Einblick, Lärm und Wind vom bevorzugten Sitzplatz abgehalten werden, hat schon viel erreicht.

 


Nebengebäude als Alternative zum Keller: Sie sind als
Abstellräume (für Fahrräder, Rasenmäher etc.) bequem
zu erreichen, als Fitnessraum oder Sauna attraktiver
zu nutzen – und obendrein billiger als der Keller.
Zudem ermöglichen Sie es, einen geschützten
Bereich im Garten zu schaffen.

(Grafik: Klaus Pitter)

 

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