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Lehmputz und Wandheizung
für mehr Wohn-Komfort

 

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Lehmputz und Wandheizung

Österr. Institut für Baubiologie: 01/319 20 05 oder ibo@ibo.at bzw. www.ibo.at
 

Die Wandheizung sorgt für eine angenehme Temperatur der Wände, der Lehmputz ist für die Wohnqualität ein nicht zu übertreffendes Material. Zusammen sind sie Garanten für ein optimales Wohlfühl-Klima.

Lehmputze für mehr Wohlbefinden

Lehm zählt zu den ältesten Baustoffen der Welt. Zusammen mit Holz und Naturstein fand er schon bei frühgeschichtlichen Siedlungen Verwendung. Aus diesem natürlichen Grundstoff wurde heute schon längst ein anerkannter Baustoff, der vor allem in Häusern, die optimale Wohnqualität bieten sollen, als Innenputz verwendet wird.

Mittlerweile gibt es ein breites Angebot an unterschiedlichen Fertigputzen aus Lehm, die trocken in Säcke oder Big Bags abgefüllt sind und nur noch mit Wasser (wie herkömmliche Putze) angerührt werden müssen.
Dem Lehmputz sind je nach Anwendungsgebiet und gewünschter Struktur unterschiedliche Zuschlagsstoffe beigemengt. Pflanzenfasern wie Flachs oder Hanf gleichen Spannungen aus und verleihen dem Putz eine Rissfestigkeit, die bei guten Produkten weit über herkömmlichen Putzen liegen kann.
Aufgetragen wird Lehmputz genau so, wie dies bei anderen Putzen der Fall ist: händisch oder mit der Putzmaschine.

"Echter" Lehmputz

Freilich sollte man beim Kauf des Produktes darauf achten, dass es sich um ein einwandfrei ökologisches Produkt ohne chemische Zusätze handelt. Dies kann man einer herstellerunabhängigen, baubiologischen Volldeklaration aller Inhaltsstoffe entnehmen, die es beim Österreichischen Institut für Baubiologie (Info siehe weiter unten) gibt.
Nicht umsonst wird (ökologisch einwandfreier) Lehmputz aufgrund seiner zahlreichen Vorteile sowohl in der Althaussanierung wie auch als Innenputz bei neuen Häusern gerne verwendet, bietet er doch Vorteile, wie sie kein anderer Putz aufzuweisen hat.

Ökologische Aspekte

Bei der Herstellung des "echten" Lehmputzes ist nur ein geringer Energieeinsatz notwendig. Seine lange Haltbarkeit bestätigen unter anderem die 800 Jahre alten Fachwerkhäuser in Straßburg. In Verbindung mit pflanzlichen Materialien (Naturdämmstoffe, Holz) verhält er sich vorbildlich, weil er sie konserviert. Zudem ist Lehmputz zu 100 % recyclingfähig.

Mehr Behaglichkeit

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit. Das macht ihn beispielsweise im Badezimmer äußerst interessant, weil er das Beschlagen des Spiegels und der Wände nach dem Duschen verhindert und dadurch selbst unter diesen extremen Bedingungen für ein angenehmeres Raumklima sorgt.
Natürlicher Lehmputz reflektiert die vom Körper ausgesendeten Infrarot-Strahlen stärker als alle anderen Putze und bringt dadurch höheres Wärmeempfinden und mehr Behaglichkeit. Und zudem werden Gerüche und Schadstoffe aus der Luft gebunden.

Nähere Informationen: Österr. Institut für Baubiologie: 01/319 20 05 oder ibo@ibo.at bzw. www.ibo.at

Wandheizungen sparen Energie

Wandheizungen gelten sowohl für die Sanierung von Altbauten als auch für Neubauten als beste Form der Heizung.
Wie auch eine Radiatoren- Heizung wird die Wärme für die Wandheizung zentral in einer Heiztherme (Zentralheizung) erzeugt. Radiatoren erwärmen allerdings hauptsächlich die Luft, die im Raum zirkulieren muss und dadurch kaum für Behaglichkeit sorgt.

Die Wandheizung erhöht hingegen die Temperatur der Wände. Ähnlich wie bei einem Kachelofen (jedoch mit sehr niedriger Temperatur) ist diese Strahlungswärme, die seitlich auf den Menschen auftrifft, die angenehmste.
Doch nicht nur hinsichtlich Komfort ist die Wandheizung der Radiatorenheizung überlegen, sondern auch im Energieverbrauch. Einerseits werden Wandheizungen mit geringen Temperaturen betrieben, beispielsweise mit 28 Grad, Radiatoren hingegen funktionieren erst ab etwa 60 Grad, was einen deutlich höheren Energieverbrauch in der Aufheizphase bedeutet. Andererseits wirken Wandheizungen flächig und nicht punktuell, wie der Radiator.

Amortisation

Der geringfügig höhere Anschaffungspreis amortisiert sich rasch über den geringeren Energieverbrauch. Oft gestellt wird die Frage, wie das mit dem Aufhängen von Bildern sei. Da in einem durchschnittlichen Wohnhaus nicht wöchentlich neue Aufhängevorrichtungen für Bilder montiert werden, ist der geringe Mehraufwand für das Aufspüren der Heizschlangen vernachlässigbar: Mittels Metalldetektor bzw. mit einer Wärmefolie lässt sich der Verlauf der Wandheizung einfach feststellen.
In Räumen mit Fliesenböden (Badezimmer, Vorraum) können Fussbodenheizungen ergänzend oder alternativ installiert werden.

Nähere Informationen bei den Seminaren der NÖ Gestaltungsakademie

 

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