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DI Peter Schackl ist Besitzer und gleichzeitig Planer dieses Passivhauses in Piesting (Bezirk Wr. Neustadt). Lesen Sie hier seine Gedanken zu diesem Objekt und seine Überlegungen zum Thema Passivhaus.
Idee Bauform Bauweise Heizsystem Strahlungswärme Lüftung 01 Lüftung 02 Energiekennzahl
Darf ein Passivhaus bewohnbar sein? 10 Denkfehler zum Thema (Passiv-) Hausbau
"Ein PASSIV-Haus muss eine Schuhschachtel sein!" Muss nicht, allerdings machen kompakte Baukörper (durchaus auch in Kombination) schon Sinn. Das bezieht auch die Dachform mit ein, wobei Gaupen und Erker eher vermieden werden sollten.
Holzbau? Ein PASSIV-Haus muss kein Holzbau sein! Mischbauweise ist im Sinne der Wärmespeicherung sinnvoll (Leichtbauweise und Massivbauweise), wobei hier auch Massiv- Holzbauweise zum Einsatz kommen kann.
"Im PASSIV-Haus gibt es keine Heizung!" Falsch. Die Definition "Passivhaus" bezieht sich nur auf die Qualität der Gebäudehülle, d. h. man kann jedes beliebige Heizsystem einbauen! Es genügt allerdings eine kontrollierte Wohnraumlüftung und je nach Energiekennzahl ev. eine kleine Zusatz-Energiequelle (Pelletsofen, Kaminofen, . . . )
"Im PASSIV-Haus fehlt mir die Strahlungswärme!" Das stimmt zum Teil, allerdings sind die Oberflächentemperaturen der Innenräume (inkl. Fensterscheiben) wesentlich höher als bei alten Gebäuden, außerdem gibt es mittlerweile einige Passivhaus- Heizsysteme, die mit kleineren Fußbodenheizungen ausgestattet sind.
"Im PASSIV-Haus darf man nie die Fenster öffnen!" Man darf jederzeit die Fenster öffnen (soll man sogar im Sommer), muss aber nicht, v. a. im Winter, da ständig frische – vorgewärmte – Luft eingebracht wird. Allein dadurch wird der gesamte Energiebedarf eines Gebäudes (egal ob Passivhaus oder nicht) um ca. 50 % (!) reduziert.
"Ich mag keine Klimaanlage!" Die Lüftung im Passivhaus ist keine Klimaanlage, sondern eine kontrollierte Raumlüftung, die sehr dosiert und ohne jegliche Zugerscheinungen Frischluft in die Räume einbringt bzw. verbrauchte Luft absaugt.
"Ein PASSIV-Haus ist viel zu teuer!" Passivhaus-Qualität kostet, rechnet sich aber nach max. 5–10 Jahren, vor allem durch hohe Förderungen und niedrigste Energiekosten.
Ein PASSIV-Haus wird durch sehr viele externe, auch lokale oder besondere klimatische Parameter beeinflusst, die nicht immer exakt mathematisch erfassbar sind. Ganzheitliche Betrachtungsweise macht also (auch hier) Sinn.
Feng Shui ist nichts anderes als anders formulierte Selbstverständlichkeiten, hat einmal jemand gesagt. Ein Passivhaus, könnte man somit sagen, ist Wohnen mit Wünschen und Emotionen, basierend auf technischen Selbstverständlichkeiten. DI Peter Schackl
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Passivhaus in Markt Piesting Fotos: DI Peter Schackl |
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