Teil 3: Die Sache mit den feuchten Wänden

 

Serie:  
Die größten  Sünden 
beim Bauen 

 

 

 
 

Feuchte Wände sind nicht nur für alte Häuser ein Problem, manchmal machen sie auch in neueren Objekten (1970er Jahre und jünger!) Probleme.
Zu dieser Thematik haben wir eine interessante Zuschrift erhalten:

„Wir entfernen gerade den scheußlichen Betonweg rund ums Haus, Stichwort Traufenpflaster. Ich hätte es nie geglaubt: Die Erde rundherum war staubtrocken, die Wiese hat nach Wasser gelechzt, aber unter dem Beton ist die Erde feucht! Es ist wirklich so, dass die Feuchtigkeit unter dem Beton da ist und nicht verdunsten kann. Klar, dass sich dann das alles in die Hausmauer hineinzieht . . . (Das können Sie gerne auch ungläubigen Thomasen weitergeben.)“,
schreibt Claudia Breitenfellner (per mail).

Tatsächlich ist es so (wie von Frau Breitenfellner beschrieben), dass das Traufenpflaster den Regen nicht vom Eindringen in den Boden abhält – aber die Feuchtigkeit wirkungsvoll am Verdunsten hindert.
Also am Besten das Traufenpflaster entfernen und einen Weg (lose verlegte Platten etc.) mit Abstand von der Wand ums Haus führen (sieht nebenbei auch attraktiver aus als das betonierte Traufenpflaster).

Eine weitere Ursache könnte eine schadhafte Dachrinne sein oder auch Oberflächenwasser, das ungehindert bis zur Hausmauer rinnen kann. Oft sind die Ursachen mit einfachen Mitteln zu beseitigen.

Wie es richtig geht, worauf man aufpassen muss und warum eine Drainage eher zur Mauerbewässerung als zur Trockenlegung dient, erfahren Sie bei den Seminaren der NÖ Gestaltungsakademie.
Info: 02742/9005-15656.

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