Sind Nebengebäude Nutzbringer
oder Störenfriede?

 

Siedlung und Siedlungshäuser:

Gedanken zur
Verbesserung der Situation

5. Teil einer Serie über die Steigerung der Wohnqualität

Ein massives Problem kommt auf NÖ zu: die Sanierung der Siedlungs-Häuser aus den 60er- bis 90er Jahren. Wärmetechnisch und bauphysikalisch gibt es grobe Mängel; die Energiekennzahl liegt bei 200 bis 400; auch Grundrisse, Gestaltung und Wohnqualität lassen zu wünschen übrig. In unserer neuen Serie präsentieren wir Gedanken zu einem Ausweg aus diesem Dilemma.

 

Bewilligungspflicht
für Gartenhäuser
!

Bitte beachten Sie beim Kauf
von Gartenhütten und -häusern,
dass diese bewilligungspflichtig sind!
Bei Geräteschuppen mit höchsten
6 m² Grundfläche und einer Höhe
von max. 2 m genügt eine Bauanzeige (im Grünland sind selbst diese nur in Sonderfällen gestattet). Gehen Sie
vor dem Kauf derartiger Häuschen unbedingt aufs Gemeindeamt,
um sich zu informieren und rechtlich abzusichern.

 

 

Viele der freistehenden Einfamilienhäuser in unseren Siedlungen kommen schön langsam in die Jahre und müssen saniert bzw. umgebaut werden – nicht zuletzt deshalb, weil neue Anforderungen hinsichtlich Wohnqualität oder Nutzung die alte Gebäudehülle unpassend oder unattraktiv machen.
Eine wärmetechnische Sanierung ist ja noch relativ einfach, aber der Wunsch nach Privatsphäre im eigenen Garten ist schon wesentlich schwieriger zu lösen.

Die billigste und effizienteste Methode wäre, einen gewissen Bereich (wie beispielsweise Terrasse und ein anschließendes Kräuterbeet oder Ähnliches) durch eine Mauer vom Nachbarn abzutrennen.

Die eleganteste Lösung könnten jedoch ein Nebengebäude sein, das vielfältige Funktionen erfüllen kann: vom Geräteschuppen über Gewächshaus bis hin zum überdeckten Sitzplatz. Und quasi nebenbei hilft es durch eine geschickte Anordnung, einen „privaten“ Bereich zu schaffen, der schon beinahe die Qualität eines Innenhofes haben kann.

Aber Vorsicht: Bei unsensibler Anordnung kann ein Nebengebäude auch zum Störenfried werden, beispielsweise durch die Verbauung der Südseite. Hier sind Können und Kreativität der Planer gefragt, schließlich gibt es für jede individuelle Situation eine richtige Lösung.

BM Franz Mayer
Baumeister und Referent
der „NÖ Gestaltungsakademie“