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Gedanken von
Michaela und Mag. Ernst Merkinger
zu ihrem Passivhaus in Weistrach
Wussten Sie, dass ...
dass unser Einfamilienhaus das unseres Wissens erste Passivhausprojekt
in Niederösterreich war, das in ausschließlicher Holzbauweise
umgesetzt wurde! (Die Passivhausprojekte im Dunkelsteinerwald haben ein
ganz anderes Konzept)
in
Österreichs Wäldern pro Jahr 31 Millionen Festmeter Holz zuwachsen,
davon aber nur 20 Millionen Festmeter genutzt werden.
von unserem Bau- und Konstruktionsholz alles aus unserer Region kommt,
in Weistrach geschnitten, verarbeitet und daher nur ein Bruchteil des
Energieaufwandes im Vergleich zur Massivbauweise verbraucht wird!
dadurch das im Holz gebundene CO2 (Treibhausgas = Beitrag zum Klimaschutz)
gebunden bleibt für die gesamte Zeit, in dem unser Holzhaus stehen
wird.
durch die überdurchschnittliche Isolierung (ca. 40 cm Zellulose)
um die Hälfte weniger Energie verbraucht wird als bei einem herkömmlichen
Niedrigenergiehaus (reine Heizungskosten pro Winter ca. 145,- Euro bei
150 m² Wohnfläche!). Nebeneffekt ist, dass das Isoliermaterial
ein Recyclestoff (Altpapier) ist, der bei einem späteren Abriss problemlos
wieder getrennt entsorgt ( das spart übrigens viel Geld für
spätere Generationen betreff Entsorgungsgebühren!) als Dämmmaterial
erneut verwendet werden kann.
durch die vorbildlichen U-Werte wurde eine Energiekennzahl von unter 0,15
(kWh/m2 anno) erreicht und somit kann ein herkömmliches Heizungssystem
entfallen und damit auch puncto Luftverschmutzung (kaum ein weiterer Beitrag
zum CO2-Ausstoß für den Treibhauseffekt im Gegensatz zu Erdöl:
1l Heizöl=2,9 kg fossiles CO2, 1 m³ Erdgas = 1,9 kg fossiles
CO2) ein beispielhaftes Projekt gebaut werden!
dieses Passivhaus eine besondere Bauweise benötigt (0/W/N-Seite wenig
Fensterflächen; Südseite dagegen große Fensterflächen)
und daher auch von unserer Gemeinde nach kurzem Zögern unterstützt
wurde.
in der Ortsbild-Broschüre NÖ gestalten im Amt der
NÖ Landesregierung regelmäßig die positiven Aspekte eines
Passivhauses angesprochen werden? Nicht zuletzt fordert unser Landeshauptmann
Dr. Pröll in Ausgabe 73 im Leitartikel unter dem Titel: Wir
packen zu und gehen mit gutem Beispiel voran: Jeder von uns
muss bereit sein, Verantwortung für die menschen- und umweltgerechte
Gestaltung unseres Bundeslandes zu übernehmen. Und jeder von uns
tut dies in seinem eigenen Bereich, mit seinen eigenen Möglichkeiten.
der Großteil der Aufträge an regionale Handwerker/Firmen vergeben
wurde.
mit diesem Passivhaus ein energiesparendes Vorzeigeprojekt (=innovatives
Gesamtkonzept - siehe sensationelle niedrige Gesamtenergiebilanz) für
die ganze Region errichtet wurde, das beispielgebend im Bereich Umweltschonung
(Primär-Energiekennwerte!) ist für die Zukunft!
alleine in Österreich mehr als 120 Projekte dieser Passivhausbauweise
bereits gebaut wurden oder in Planung sind (siehe Energieinstitut Vorarlberg,
Stadtstraße 33; 6850 Dornbirn, Tel. 05572/31202-0, Fax DW 4).
wir uns und unseren Kindern ein qualitativ hochwertiges, sonnendurchflutetes
Wohnhaus schenken wollen! Die Erfahrung des Wohnens in unserem
sonnendurchfluteten Haus seit September 1999 hat unsere Erwartungen bei
weitem übertroffen!
dass für Heizung und Warmwasserbereitung im Winter 1999/2000 laut
Berechnung der EVN nur 363, Euro angefallen sind!
In Summe ist unser Haus ein kleiner, aber für uns
wichtiger ökologischer Beitrag, wie wir mit unseren Energieressourcen
verantwortungsvoll und nachhaltig Klimabündnis umgehen
sollen. Schließlich werden uns unsere Kinder einmal auch danach
messen, wie wir ihnen unsere Erde übertragen haben!
Das Passivhaus der Familie Merkinger wurde außerdem
mit dem 3. Platz (unter eingereichten Projekten) im Rahmen des Energy
Globe Award Austria 2001 vom Land Niederösterreich ausgezeichnet!
Weltweit wurde unser Passivhaus im gleichen Bewerb unter 1000 Einreichungen
unter die besten 50 Projekte aufgenommen!
Argumente von
den Architekten Poppe*Prehal
Südorientierung:
Das Grundstück muss eine verschattungsfreie Südorientierung
zulassen.
Kompaktes Bauen:
Das Verhältnis der Gebäudehülle zum Volumen
ist ein wesentlicher Faktor im Passivhauskonzept.
Wärmebrückenfreies Bauen:Durchdringungen der Außenhülle
sind zu vermeiden, geometrische Wärmebrücken möglichst
minimieren.
Luftdichtes Bauen:
Die Außenhülle muss luftdicht gebaut werden.
Zielwert für den Restluftwechsel ist ein 0,6facher Luftaustausch
bei 50 PA Druckunterschied.
Passive Solarenergienutzung:
Die Qualität der transparenten Bauteile ist entscheidend.
Bei einem U-Wert von 0,8 W/m²K muss ein Gesamtenergiedurchlass von
50% gewährleistet sein.
Restwärmebedarf:
Der Heizenergiebedarf muss unter 15kWH/m²a liegen.
In diesem Fall kann auf eine konventionelle Heizungsanlage verzichtet
werden.
Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung:
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung macht die Lüftungswärmeverluste
berechenbar. Mit einer Wärmerückgewinnung von 80% werden die
Verluste extrem minimiert.
Effiziente Warmwasserbereitung:
Weil die Heizung praktisch nichts mehr verbraucht, wird
die Warmwasserbereitung zum bedeutendsten Verbraucher.
Effiziente Nutzung von elektrischer Energie:
Der Stromverbrauch lässt sich durch Auswahl effizienter
Haushaltsgeräte etwa halbieren.
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