Architekturart: Altbau/Zubau

Niederösterreich GESTALTE(N)

Modernes Esszimmer mit Holzboden, großem Esstisch, weißen Stühlen und bodentiefen Fenstern, die einen Blick auf einen grünen Garten ermöglichen.
Alle Rechte vorbehalten.
Ein kleiner Bauernhof aus den 1920er Jahren. Die Architekten Julia und Stephan Klammer-Zeleny wussten um den spezifischen Reiz des Ortes und setzten den Zubau sehr sensibel an den westlichen Bestandstrakt. Seine Proportionen passen gut ins gewachsene Gefüge: Er ist gerade ein Geschoß hoch, knapp vierzehn Meter lang und an seinem Ende sechs Meter breit, besonders gelungen ist der Übergang.
Historisches Gebäude mit Türmen und ein modernes Haus im Vordergrund, beide unter klarem, strahlend blauem Himmel, abfallend zum Straßenrand gelegen.
Alle Rechte vorbehalten.
Ein Beispiel, wie Leerstand wertschätzend belebt und in die Gegenwart geführt werden kann. Der Architekt sieht darin auch eine Haltung für die Zukunft: „Ich baue nicht mehr auf die grüne Wiese. Wenn wir aufmerksam sind, was auf unserem Planeten passiert, muss das eine Selbstverständlichkeit sein.
Die geschlossene Bebauung in Retz präsentiert sich überwiegend zweigeschoßig und traufständig – ein harmonisches Ensemble historischer Bürgerhäuser. Eingebettet in dieses Stadtensemble erstrahlt nach dreieinhalbjähriger Bauphase ein Wohnhaus, dessen Wurzeln bis ins späte Mittelalter zurückreichen.
Manche Orte entfalten ihre wahre Pracht erst auf den zweiten Blick. Denn nicht nur Prunkstiegen oder reiche Stuckdecken sind ein Kriterium für Erhabenheit. Das barocke Liechtenstein-Schloss Wilfersdorf im nördlichen Waldviertel beeindruckt durch Kontinuität und Nachhaltigkeit. Das gesamte Obergeschoß ist seit 2002 unter dem inhaltichen Schwerpunkt der fürstlichen Dynastie einer musealen Nutzung gewidmet.
Bereits vor mehr als 700 Jahren wurde hier die erste Hofstadt, ein bäuerliches Anwesen, gegründet. Was dem Gebäude heute seine charakteristische Erscheinung verleiht, war zunächst nicht sichtbar: Jahrzehntelang war das Steinmauerwerk weiß verputzt.
Zwei denkmalgeschützte Pfarrstadeln - der ältere westliche Stadel stammt aus 1614, der östliche aus dem 1. Viertel des 19. Jh. - in Mitterarnsdorf erwiesen sich als überlebenswichtig. Mit mehr als 400 m2 nutzbarer Lagerfläche fanden die mobilen Hochwasserschutzelemente in unmittelbarer Ufernähe Platz, sodass die Errichtung eines Neubaus nicht notwendig war.
Der Bauernhof wurde nicht einfach „renoviert“, sondern mit großem Einfühlungsvermögen zu neuem Leben erweckt. Als Familien-Lebensmittelpunkt ist er heute ein Ort der Geborgenheit, der Alt und Neu auf wunderbare Weise verbindet.
Das s’Hutwisch greift vertraute Elemente des traditionellen Wirtshauses bewusst auf: Holzsitzbänke, ein Stammtisch und eine Bar schaffen eine gemütlich-urige Atmosphäre.
Die ehemalige Lagerhalle der Winzergenossenschaft mit hohem und offenem Innenraum bot beste Bedingungen für die Räumlichkeiten der Nachmittagsbetreuung, da für die Schaffung von großen Aufenthaltsräumen nicht in die Statik des Gebäudes eingegriffen werden musste.