Weitere Kurse in Tirol, Steiermark, OÖ und Kärnten. Infos: rainer.vogler@wbs-krems.at, +43 676 59 57 626 Autor: Mag. Rainer Vogler, Weinbauschule Krems und Trockensteinmauernschule des Vereins Landimpulse In der nächsten Ausgabe: „Trockensteinmauern sind ökologische Wunderwerke“ ökologischen Vorteile von Trockensteinmauern sind der Nationalpark Hohe Tauern, der Naturpark Südweststeiermark, der Biosphärenpark Unteres Murtal, der Weinbauverein Rust, mehrere NÖ Kellergassenver- eine sowie die KLAR-Regionen Pinzgau und Kampseen. So wie die abnehmende Biodiversität ein aktuelles Problem ist, ist dies der Klimawandel, mitverursacht durch hohen Energieverbrauch und CO2- Freisetzung aus fossilen Energieträgern. Auch hier ist die Trockenstein- mauer unter allen mineralischen Bauweisen im positiven Sinn unschlag- bar. Im Vergleich zu Beton verbraucht sie etwa nur 10 Prozent Energie für ihre Herstellung. Pro Kubikmeter verbautem Material nennen Unter- suchungen aus Frankreich für (Stahl)-beton einen Energieverbrauch von 3.750–6.750 Megajoule (entspricht 110–150 Liter Erdöl); die Zement- produktion ist durch Brennen und Mahlen sehr energieintensiv. Trocken- steinmauern verbrauchen nur 400 – 500 MJ (10 – 12 Liter Erdöl); ein- gerechnet sind die Gewinnung und Verarbeitung im Steinbruch sowie ein Transportweg von unter 100 km. Würde man die CO2-Bilanz von Naturstein aus einem heimischen, noch näher gelegenen Steinbruch mit jener von zementba- sierten Baustoffen aus dem Ausland mit einem geringeren Anteil erneuerbarer Energie als in Österreich und mit einem weiteren Transport- weg vergleichen, schneidet die Trockenstein- mauern ökologisch noch deutlich besser ab. Bild 1: Die zahlreichen Spalten und der große Unterschied zwischen außen und innen locken viele Tiere an, hier eine große Äskulapnatter am Heiligen- stein bei Langenlois oder eine Schneckenhaus-Harzbiene (Bild 6). Bild 2: 550 Pflanzenarten an Mauern wurden in Krems gezählt. Im Bild Mauer- pfeffer, der wichtig für die Schmetterlingsart Fetthennen-Bläuling ist. Bild 3: Die Smaragdeidechse – wohl der berühmteste Bewohner von Trocken- steinmauern. Doch sind es Hunderte Arten, von denen Mauern besiedelt sind. An der Mosel waren es bei einer Untersuchung 128 Tierarten mehr als im umliegenden Weingarten. Bild 4 und 5: Mauern im Garten können aktiv bepflanzt werden. Thymian-, Mauerpfeffer-, Salbei- und Rosmarinarten, Kakteen, Gräser, Farne, Meerfen- chel und Kräuter wie das Bohnenkraut sowie zahlreichen Blumen fühlen sich auf dem trockenen und mineralischen Standort wohl. Bild 6: Schneckenhäuser bieten den Harzbienen eine ideale Behausung, denn sie sind stabil, schützen von allen Seiten vor Feinden und sind meist auch dort zu finden, wo es eine vielfältige Auswahl an Trachtpflanzen gibt. 6 Filmtipp „Trockensteinmauern – ökologische Wunderwerke“ auf www.agrovideos.at / Stein Öffentliche Vorträge Trockensteinmauern Sonntag, 13. Sept.: Steinwerkstatt für Kinder auf der Garten Tulln Kurse der Trockensteinmauerschule Österreich in Niederösterreich GESTALTE(N) 49Do, 20.–Sa. 22. August, MichelbachDo., 17.–Sa. 19. September, Region KampseenDo., 15.–Sa. 17. Oktober, Schönbühel an der DonauWeitere Kurse in Tirol, der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten. Infos: rainer.vogler@wbs-krems.at oder Tel. +43 676 59 57 626Do., 25. Juni, 18:00 Uhr Gumpoldskirchen (Modellregion Thermenlinie, Biosphärenpark Wienerwald) Sa., 22. August, 14:30 Uhr Michelbach, Haus der Elsbeere (Mayerhöfen 1) Fr., 25. September, 17:00 Uhr Wolfsberg (Blühendes Unterkärnten, Stadtobstgarten Wolfsberg) Fr,. 9. Oktober, 17:00 Uhr Frohnleiten (Obstbauverband)Dort finden Sie mehrere Filme über das Trockensteinmauern.