Lichtblicke in der Zwettler Innenstadt

Nur acht Meter breit dafür aber 50 Meter lang ist das Grundstück, auf dem sich ein altes baufälliges Bürgerhaus in eine ideal geplante Notariatskanzlei verwandelt.

Für den Notar und Bauherren gibt es zwei triftige Gründe, das Projekt „Kanzlei NEU“ zu starten. „Ich wollte die ideale Kanzlei nach meinen Vorstellungen und auf Basis meiner langjährigen Erfahrung mit den neuesten technologischen Möglichkeiten gestalten“ stellt er, überzeugt das Richtige getan zu haben, fest. Seine Überzeugung gepaart mit ökonomischen Überlegungen und dem planerischen Können der Architekten sind der Motor für das äußerst anspruchsvolle Projekt.

Der beste Bauplatz ist im Zentrum
Nach der Prüfung mehrerer Möglichkeiten zur Errichtung der Kanzlei steht fest: „Ein Notar gehört, gut für alle erreichbar, ins Zentrum“. Die respektvolle Nachverdichtung, die mit dem Neubau der Kanzlei gelingt, ist ein Vorzeigeprojekt, das durchgängig den kreativen Umgang mit komplexen Anforderungen zeigt.

Die Fassadengestaltung berücksichtigt die Proportionen des Straßenensembles und die Sehgewohnheiten der Nachbarn. Die asymmetrischen Öffnungen ergeben sich durch die Enge des Bauplatzes und der nötigen Positionierung der Garageneinfahrt. Der erdfarbene Strukturputz auf der Lochfassade, kombiniert mit der matt-weißen Rahmung der Öffnungen bewirkt eine harmonische Kombination und eine gelungene Kommunikation mit den angrenzenden Baukörpern.

Die „Unterordnung“ des Autos
Ein besonders gelungenes „Detail“: denn nicht nur die Dimension des Grundstücks fordert das planerische Talent der Architekten, sondern auch das Baurecht. Es verlangt die Errichtung von acht Autostellplätzen auf eigenem Grund – kein Problem für die überlegten Planer, die die Parkplätze und Umkehrplatz auf Erdgeschoßniveau organisieren. Darüber erstreckt sich der Raum für die derzeit fünf Mitarbeiter, das Büro des Notars, Besprechungsräume und Warteräume für die Klienten. Im straßenseitig rückwärts versetzten Dachgeschoß entsteht zudem eine 65 m² große Wohnung.

Die „ideale“ Kanzlei
Im Inneren werden die Anliegen der KlientInnen, umgeben von Gipskartonlochdecken, lärmschluckenden Teppichen auf soliden Eichenböden und schallgedämmten Zwischenwänden respektvoll in den Büros der Mitarbeiter behandelt. Barrierefreiheit, angenehmes Raumklima, Fußbodenheizung, Klimaanlage etc. sind selbstverständlich und dezent in den Raumkonzepten umgesetzt. Der Blick aus Büros und Besprechungsräumen fällt in die verglasten und begrünten Höfe. Die drei Lichthöfe strukturieren den Baukörper und bringen viel Tageslicht und gute Laune zu MitarbeiterInnen und KlientInnen. Eine Oase die man von außen nicht erahnt und die freudig überraschte KlientInnen begeistert.

Bauherrn: Mag. Johannes Kienast

Planung: zauner / architektur