Architektur

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Der künstlerische Leiter Andreas Gergen positioniert das Haus vorwärtsweisend: „Die Bühne Baden steht für Musiktheater mit Strahlkraft – weit über die Grenzen Badens und Niederösterreichs hinaus. Die Bühne Baden soll ein Ort bleiben, an dem Qualität, Emotion und künstlerischer Anspruch Hand in Hand gehen, mit exklusiven Produktionen, mutigen Erstaufführungen und einem klaren internationalen Blick.“
Die Geschichte des Hofes reicht über zwei Jahrhunderte zurück. Die Sanierung erfolgte über viele Jahre hinweg, Schritt für Schritt und immer mit Respekt vor der gewachsenen Struktur.
Das im Workshop für das Projekt erarbeitete Leitmotiv „Symbiose der Gegensätze Alt und Neu“ ist hier Methode: Das Brauchbare wird respektiert, erhalten und weitergebaut. So entsteht ein Zuhause für eine fünfköpfige Familie, ohne die Geschichte des Ortes zu verlieren.
Statt gleichgetakteter Reihenhäuser wurden 15 unterschiedliche Wohneinheiten geplant. So auf-, neben-, über- und ineinander, dass sie zwei Häuserzeilen ergeben. Deren Tiefe variiert von Einheit zu Einheit, was eine lebendige Struktur erzeugt, die gut in den Ort passt.
Der Mauritiushof blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Gebäude, ursprünglich ein zur Kirche gehörendes Kloster, entstand im 13. Jahrhundert. Der Architekt stand vor der Aufgabe, einen Baukörper zu schaffen, der sich respektvoll in die historisch gewachsene Umgebung einfügt und gleichzeitig eine eigenständige architektonische Sprache spricht.
Sanierung mit viel Gespür und Respekt für den Bestand. Der historische Streckhof besticht durch ökologische Bauweise und offene Raumstrukturen. Natürliche Materialien, gelebte Nachhaltigkeit, wiederverwendete Möbelstücke und eine große Leidenschaft für Bücher und Sammeln schaffen ein einzigartiges Zuhause.
Wichtig beim Ausbau war, das bestehende Konzept beizubehalten: Die Gemeinschaftsbereiche – Küche, Wohn- und Esszimmer – gehören allen. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen, gelebt. Nach dem Dachgeschoßausbau bietet das Haus nun Platz für bis zu 18 Erwachsene und mehrere Kinder auf ca. 253 m² Wohnfläche.
Ein kleiner Bauernhof aus den 1920er Jahren. Die Architekten Julia und Stephan Klammer-Zeleny wussten um den spezifischen Reiz des Ortes und setzten den Zubau sehr sensibel an den westlichen Bestandstrakt. Seine Proportionen passen gut ins gewachsene Gefüge: Er ist gerade ein Geschoß hoch, knapp vierzehn Meter lang und an seinem Ende sechs Meter breit, besonders gelungen ist der Übergang.
Ein Beispiel, wie Leerstand wertschätzend belebt und in die Gegenwart geführt werden kann. Der Architekt sieht darin auch eine Haltung für die Zukunft: „Ich baue nicht mehr auf die grüne Wiese. Wenn wir aufmerksam sind, was auf unserem Planeten passiert, muss das eine Selbstverständlichkeit sein.
Die Lichtachsen und die exponierte Lage auf einer großen Waldlichtung unterstreichen den symbolischen Sinn der traditionellen Ost-West-Ausrichtung der Kirchen.
Die geschlossene Bebauung in Retz präsentiert sich überwiegend zweigeschoßig und traufständig – ein harmonisches Ensemble historischer Bürgerhäuser. Eingebettet in dieses Stadtensemble erstrahlt nach dreieinhalbjähriger Bauphase ein Wohnhaus, dessen Wurzeln bis ins späte Mittelalter zurückreichen.
Bereits vor mehr als 700 Jahren wurde hier die erste Hofstadt, ein bäuerliches Anwesen, gegründet. Was dem Gebäude heute seine charakteristische Erscheinung verleiht, war zunächst nicht sichtbar: Jahrzehntelang war das Steinmauerwerk weiß verputzt.