Architektur

Alle Architekturbeispiele, Verwunschenes Niederösterreich & Baujuwele

Als der Architekt DI Karl Pelnöcker Anfang der 1960er-Jahre im Zuge einer landwirtschaftlichen Kommassierung nach Sommerein kam, entdeckte er das damals schon seit zwei Jahrzehnten leer stehende Haus Nr. 24, heute Schloßstraße 21, und fand sogleich Gefallen daran. 1962 erwarb er das ruinöse barocke Gebäude von der NÖ Siedlungsgesellschaft und begann in Windeseile die Renovierung. Der geneigte Betrachter wird an der Straßenfassade eine Anzahl von Besonderheiten entdecken. So sticht zunächst ein Flacherker mit Volutendekor am Kragstein und zwei kleinen „Spionfenstern“ ins Auge. Bei der Restaurierung wurden auch verschiedenartig profilierte Fenstergesimse aus den Bauruinen des Ortes gerettet und an dieser Stelle neu platziert.
Wenn Sie in einem Bauwerk waren, das viele Hundert oder gar Tausende Jahre alt ist, handelt es sich fast sicher um ein Steingebäude. Denn der Mensch nutzt Stein als Baumaterial nicht nur seit vielen Tausend Jahren; Steinbauten halten auch Jahrtausende.
Auf der höchsten Stelle des Wagrams erhebt sich wehrhaft Schloss Stetteldorf. Unter Bauherr Julius II. Graf von Hardegg (1547–1593) wurde das Schloss ab den 1580er-Jahren entlang einer dominanten Nord-Süd-Achse L-förmig mit Ehrenhof „auf offenen Wasen errichtet“ (Rudolf Büttner/Renate Madritsch, 1987), was bedeutet: ohne direkten Vorgängerbau.
Ein ehemaliger Weinkeller mit Presshaus in der Poysdorfer Kellergasse ist heute Verkostungsraum und touristischer Wohnort zugleich.
Wein und Architektur haben durchaus etwas gemeinsam: Sie sind Ausdruck von Kultur. Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist das Weingut Jordan in Groß-Reipersdorf. Hier trifft eine über 165 Jahre alte Familientradition auf eine sehr gegenwärtige Winzerhandschrift.
Ein Forsthaus mitten im Grünen, liebevoll revitalisiert und mit modernstem Wohnkomfort ausgestattet. Historischer Altbestand wurde für die kommenden Generationen erhalten.
Dass dieses Haus außergewöhnlich ist, sieht man auf den ersten Blick. Weil das Haus direkt an den Gleisen steht, bestimmen deren Vorschriften seine Geometrie. „Es sollte den Charakter eines Infrastrukturbauwerks der Bahn haben – wie ein Stellwerk“, sagt Kaçani.
Das Haus zählt zu den ältesten Gebäuden in Waitzendorf und wurde um 1870 errichtet. Zwischen Felsen, Wald und Verbauung befindet sich IT’Z SECRET – ein historisches Kleinod, das lange im Verborgenen lag, ehe es die heutige Besitzerin Jutta Itzinger in einen verwunschenen Urlaubsort verwandelte.
Trockensteinmauern sind vom Menschen geschaffene Sekundärbiotope, die sich vom natürlichen Primärbiotop Fels durch die Vielzahl unterschiedlich großer Spalten, Ritzen und Lücken unterscheiden
In nächster Nähe der Pfarrkirche am südöstlichen Ausgang des Ortes befindet sich der sogenannte Freihof. Seit 1981 ist der „Freihof“ im Besitz der Familie Angerer. Die Musiker Paul und sein Sohn Christoph Angerer gründeten 1982 das Concilium musicum Wien, um Werke des 18. Jahrhunderts zu musizieren. Und hier schließt sich der Kreis, denn heute dient der Unternalberner Freihof nicht nur als wohlgestaltetes Familiendomizil, sondern ist auch ein Ort für feine Konzerte aus dem Œ uvre fast vergessener Komponisten und selten gespielter Werke der großen Klassiker.
Bis in die 1960er-Jahre beherbergte das herrschaftliche, jedoch desolate Gebäude Familien in mehreren Mietwohnungen. Nach der 1962 bis 1969 erfolgten Renovierung entstand in kongenialer Zusammenarbeit von Sammler Otto Meißinger und Dr. Kurt Schaefer – seines Zeichens Architekt und Modellbauer – auf Vereinsinitiative 1970 das bis heute mustergültig geführte Schifffahrtsmuseum Spitz.
Das neue Gemeindeamt in Waldegg ist Teil einer räumlichen Neuordnung des Ortes. Die Architekturwerkstatt entwirft damit einen Ort, der Wege des Alltags zusammenführt und den Ortskern stärkt.