Architekturart: Altbau/Zubau

Niederösterreich GESTALTE(N)

Die Geschichte des Hofes reicht über zwei Jahrhunderte zurück. Die Sanierung erfolgte über viele Jahre hinweg, Schritt für Schritt und immer mit Respekt vor der gewachsenen Struktur.
Das im Workshop für das Projekt erarbeitete Leitmotiv „Symbiose der Gegensätze Alt und Neu“ ist hier Methode: Das Brauchbare wird respektiert, erhalten und weitergebaut. So entsteht ein Zuhause für eine fünfköpfige Familie, ohne die Geschichte des Ortes zu verlieren.
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Der Mauritiushof blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Gebäude, ursprünglich ein zur Kirche gehörendes Kloster, entstand im 13. Jahrhundert. Der Architekt stand vor der Aufgabe, einen Baukörper zu schaffen, der sich respektvoll in die historisch gewachsene Umgebung einfügt und gleichzeitig eine eigenständige architektonische Sprache spricht.
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Sanierung mit viel Gespür und Respekt für den Bestand. Der historische Streckhof besticht durch ökologische Bauweise und offene Raumstrukturen. Natürliche Materialien, gelebte Nachhaltigkeit, wiederverwendete Möbelstücke und eine große Leidenschaft für Bücher und Sammeln schaffen ein einzigartiges Zuhause.
Wichtig beim Ausbau war, das bestehende Konzept beizubehalten: Die Gemeinschaftsbereiche – Küche, Wohn- und Esszimmer – gehören allen. Hier wird gemeinsam gekocht, gegessen, gelebt. Nach dem Dachgeschoßausbau bietet das Haus nun Platz für bis zu 18 Erwachsene und mehrere Kinder auf ca. 253 m² Wohnfläche.
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Ein kleiner Bauernhof aus den 1920er Jahren. Die Architekten Julia und Stephan Klammer-Zeleny wussten um den spezifischen Reiz des Ortes und setzten den Zubau sehr sensibel an den westlichen Bestandstrakt. Seine Proportionen passen gut ins gewachsene Gefüge: Er ist gerade ein Geschoß hoch, knapp vierzehn Meter lang und an seinem Ende sechs Meter breit, besonders gelungen ist der Übergang.
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Ein Beispiel, wie Leerstand wertschätzend belebt und in die Gegenwart geführt werden kann. Der Architekt sieht darin auch eine Haltung für die Zukunft: „Ich baue nicht mehr auf die grüne Wiese. Wenn wir aufmerksam sind, was auf unserem Planeten passiert, muss das eine Selbstverständlichkeit sein.
Die geschlossene Bebauung in Retz präsentiert sich überwiegend zweigeschoßig und traufständig – ein harmonisches Ensemble historischer Bürgerhäuser. Eingebettet in dieses Stadtensemble erstrahlt nach dreieinhalbjähriger Bauphase ein Wohnhaus, dessen Wurzeln bis ins späte Mittelalter zurückreichen.
Bereits vor mehr als 700 Jahren wurde hier die erste Hofstadt, ein bäuerliches Anwesen, gegründet. Was dem Gebäude heute seine charakteristische Erscheinung verleiht, war zunächst nicht sichtbar: Jahrzehntelang war das Steinmauerwerk weiß verputzt.
Zwei denkmalgeschützte Pfarrstadeln - der ältere westliche Stadel stammt aus 1614, der östliche aus dem 1. Viertel des 19. Jh. - in Mitterarnsdorf erwiesen sich als überlebenswichtig. Mit mehr als 400 m2 nutzbarer Lagerfläche fanden die mobilen Hochwasserschutzelemente in unmittelbarer Ufernähe Platz, sodass die Errichtung eines Neubaus nicht notwendig war.
Der Bauernhof wurde nicht einfach „renoviert“, sondern mit großem Einfühlungsvermögen zu neuem Leben erweckt. Als Familien-Lebensmittelpunkt ist er heute ein Ort der Geborgenheit, der Alt und Neu auf wunderbare Weise verbindet.