Hochwasser: Sofortberatung
+ Sanierungstipps


Richtig Sanieren
nach dem Hochwasser

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Sofort-Beratung:
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Sofort (oder zu einem für Sie günstigen Zeitpunkt)

stehen Experten von „NÖ gestalten“
(NÖ Baudirektion, Ortsbildpflege)
mit einem speziellen, kostenlosen Beratungs-Angebot
allen Hochwassergeschädigten zur Verfügung.

Wir wollen dazu beitragen, dass Sanierungsmaßnahmen fachlich korrekt, zum richtigen Zeitpunkt und natürlich auch so effizient und kostengünstig wie möglich erfolgen.


Unser Beratungs-Angebot:

Unsere Sanierungsspezialisten kommen in Ihre Gemeinde.
In Gruppen-Beratungen (in Form von Referaten, Gesprächen oder Vorträgen zu generellen Maßnahmen) oder in Einzelberatungen werden die Betroffenen direkt vor Ort informiert.
Die Sofortberatungen verstehen sich als fachliche Hilfestellung für erste Maßnahmen sowie als objektive Information über geeignete Materialien, Techniken und Produkte.

Das bestehende Beratungsservice von NÖ gestalten steht natürlich allen Niederösterreichern unabhängig davon auch weiterhin zur Verfügung.

Wenn Sie unsere kostenlose Sofortberatung in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich bitte an ihre Gemeinde
oder rufen Sie uns an 0800 810 000.

Tipps zur
richtigen Sanierung

 

 


Mineralwolle in Wand und
Boden konnte nur noch
entfernt werden, da sie
praktisch nicht
austrocknet.


Gipskartonplatten wurden
rasch vom Schimmel
befallen und mussten
entfernt und entsorgt
werden.


Öl aus den Heiztanks wurde durch die Kellerdecke
gedrückt: die komplette
Decke musste
abgetragen wer
den.

 

Um Schäden an der Bausubstanz gering zu halten,
muss ein überflutetes Haus so rasch wie möglich austrocknen können. Wir haben hier einige Tipps für die ersten Maßnahmen
nach der Beseitigung des Schlammes zusammengestellt.


Treten verdächtige Risse auf, klemmen Türen oder sind Unterspülungen sichtbar, ist eine statische Überprüfung des Hauses durch einen Fachmann notwendig.

Bei Rissen in Gewölben dürfen die Gewölbe keinesfalls unterstützt werden, da dies zum Einsturz führen kann. Statiker holen!

Keller dürfen nicht ausgepumpt werden, solange der Grundwasserspiegel zu hoch ist, da durch den einseitigen Druck schwerste Schäden am Haus zu befürchten sind. Grundwasserspiegel bei der Feuerwehr erfragen.

Alle nassen Gegenstände entfernen (Möbel, Teppiche oder andere Bodenbeläge). Benutzbare Möbel, wenn eine vorübergehende Lagerung andernorts nicht möglich ist, unbedingt von der Wand wegstellen, damit
dort Luft zirkulieren kann. Auf Leisten stellen, damit auch von unten Luft dazu kommt.

Gipskartonplatten öffnen, damit die Hohlräume dahinter schneller austrocknen können. Durchnässte Dämmmaterialien herausnehmen. Mineralwolle ist durch Wassereinwirkung kaputt geworden und muss entsorgt werden. Naturdämmstoffe (z. B. Zellulose, Flachs, Schafwolle etc.) gut austrocknen lassen und wieder einbringen.

Das oben gesagte gilt auch für die Dämmung des Fußbodens. Wo der Estrich unter Wasser war, ist auch die darunter befindliche Mineralwolle kaputt. Estrich und Mineralwolle müssen entfernt werden. Da auch bei an sich austrocknenden Bodenaufbauten von einer bleibenden Geruchsbelästigung ausgegangen werden muss, sollten überschwemmte Böden komplett ausgetauscht werden.

Bei Fertigteilhäusern sollte unbedingt der Hersteller befragt werden, da hier fallweise Holzplatten zur Aussteifung der Wände eingesetzt wurden. Diese dürfen natürlich nicht entfernt werden, auch wenn sie durch Feuchtigkeit aufgequollen sind, sondern müssen fachgerecht ersetzt werden.

Gipsputze sollten abgeschlagen werden, weil sie sehr viel Feuchtigkeit binden und so die Austrocknung der Wand verzögern. Außerdem bilden sich bei längerer Feuchtigkeitseinwirkung Salze an der Oberfläche, daher müssten diese Putze später ohnehin ersetzt werden. Kalkzementputze, Lehmputz und Kalkputz müssen nicht entfernt werden, außer es ist der Salzanfall sehr groß.

Lüften ist, auch wenn es banal klingt, die allerwichtigste Maßnahme, um die feuchte Raumluft auszutauschen. Also: Fenster auf und für eine gute Querlüftung sorgen. Um einen Kamineffekt zu erzeugen, alle Fenster vom Keller bis zum Dach öffnen und eventuell vorhandene Türen zwischen den Geschoßen öffnen. Unter Umständen sollten Kellerfenster und Türen ausgehängt werden. Sind Gebäudeteile (Räume) trocken geblieben, sollten sie vor hoher Luftfeuchtigkeit geschützt werden, indem die Türen dorthin verschlossen bleiben.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollte das Gebäude zusätzlich beheizt werden. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Unbedingt gleichzeitig gut lüften, damit die feuchte Luft entweichen kann. Verwenden Sie zum Beheizen keine Gasgeräte, weil dies die Luft noch mehr anfeuchten würde.

Die Luft nimmt immer den kürzesten Weg (zwischen zwei Fenstern). Dadurch bleiben Ecken eventuell unbelüftet. Hier können Ventilatoren helfen, die Luft aus diesen Ecken in den Lüftungsstrom abzuleiten.

Entfeuchtungsgeräte aus dem Heimwerkermarkt sind keine Hilfe bei durchnässten Wänden, da müssen, wenn es nicht anders geht, professionelle Geräte (auf Leihbasis) her.

Nach alter Handwerkertradition sollte man etwa drei Wochen nach dem Übertrocknen auf den feuchten Untergrund bis auf Höhe des Wasserstandes einen Voranstrich mit reinem Löschkalk machen. Dieser beseitigt den Geruch des Wasser sofort und dient gleichzeitig als Desinfektion. Durch diesen Anstrich ist die Austrocknung des Mauerwerks nicht behindert, da Kalk die Feuchtigkeit durchlässt (funktioniert nicht auf Dispersionsfarben). Nach kompletter Austrocknung (ca. 6 bis 12 Monate) sollte weiter mit Kalkfarben gestrichen werden.

Geduld ist eine wichtige Voraussetzung. Es dauert Monate (oder auch ein ganzes Jahr), bis eine durchfeuchtete Mauer wieder trocken ist.

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