(Siedlung, Teil 1)
Elf Schritte zu einer Siedlung mit Zukunft

 

In elf Schritten zu einer Siedlung mit Zukunft!
Hier erfahren Sie, wie man eine Siedlung
für die Zukunft plant und welche Vorteile sie hat.

DI Peter Obleser ist Leiter der NÖ Gestaltungsakademie.
Info unter 02742/9005-15656.

peter.obleser@noel.gv.at

 

„Die Gestaltung unserer Siedlungen ist heute eines der größten raumordnerischen, gestalterischen und gesellschaftlichen Probleme unseres Bundeslandes. Das Modell der 60er-, 70er- und 80er Jahre hat ausgedient. Wir können Ihnen heute ein Konzept präsentieren, das wir entwickelt haben und das in einigen Gemeinden bereits realisiert wird: eine Siedlung, die viele Vorteile in sich vereint:

Zum einen sind alle Grundstücke optimal nach Süden ausgerichtet.
Zum anderen kann man jeden beliebigen Haustyp in dieser „Siedlung der Zukunft“ bauen.
Obendrein gibt es zahlreiche andere Vorteile, wie beispielsweise einen geschlossenen Straßenraum, egal welchen Haustyp man errichtet, sowie kurze und kostengünstige Aufschließungswege für die Gemeinde.“


 

     

 
Schritt 1: Die Vorgabe ist eine Straße, die ungefährt Ost-West verläuft. Die Grundgrenzen werden dann allerdings NICHT im Rechten Winkel zur Straße angeordnet, sondern leicht schräg .   Schritt 2: Die Grundstücke erhalten somit eine Anordnung, die optimal zur Sonne ausgerichtet ist.
     
 
Schritt 3:Die praktisch einzige notwendige Vorschrift im örtlichen Bebauungsplan neben der Begrenzung der Gebäudehöhe ist die Anbauverpflichtung an eine Baufluchtlinie.   Schritt 4: Jeder beliebige Haustyp kann hier errichtet werden: ein herkömmliches Fertigteilhaus oder ein Haus, das über die volle Breite des Grundstückes reicht.
     
 
Schritt 5: Wie und ob irgendwelche „Nebengebäude“ situiert werden, ist dem Bauwerber überlassen, egal, ob Garage oder Abstellraum.   Schritt 6: Wenn es dann noch gelingt, die Zwischenräume zwischen den Häusern mit Mauern oder undurchsichtigen Zäunen zu schließen, dann entsteht der Eindruck, den auch alte Dorfzeilen erwecken.
     
 
Schritt 7: Wenn Häuser nach diesem Konzept errichtet werden, erhalten alle gleichermaßen Sonnenlicht auch im Winter und profitieren von der dadurch erhöhten Wohnqualität.   Schritt 8: Durch den geschlossenen Charakter der Siedlung bleiben störende Einflüsse, wie Lärm, Wind etc. im „öffentlichen“ Bereich, also auf der Straße.
     
 
Schritt 9: Es entsteht ein definierter harmonischer Straßenraum, wie wir es von den alten Dorfzeilen her gewohnt sind. Öffentlicher und privater Bereich sind streng getrennt.   Schritt 10: Am meisten zur Wohn- und Lebensqualität trägt aber der abgrenzbare private Grünbereich (Garten) bei.
     
Schritt 11: Zusätzlich entstehen hier Flächen vor den Häusern, die sich als Abstellplätze für Autos anbieten, ohne dafür die sonst üblichen 5 m Vorgartentiefe einhalten zu müssen.